MAN will Arbeitsplätze streichen

Der Lastwagenbauer MAN plant einen massiven Stellenabbau. Vorstandschef Joachim Drees sagte am Montag in München: "Wir wollen einzelne Bereiche gezielt stärken, andere Aktivitäten verringern oder ganz einstellen."
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Joachim Drees, Vorstandschef von MAN, steht neben einem neu entwickelten Lastwagen. Foto: Juan Carlos Rojas/dpa/Archiv
dpa Joachim Drees, Vorstandschef von MAN, steht neben einem neu entwickelten Lastwagen. Foto: Juan Carlos Rojas/dpa/Archiv

München - Der Lastwagenbauer MAN plant einen massiven Stellenabbau. Vorstandschef Joachim Drees sagte am Montag in München: "Wir wollen einzelne Bereiche gezielt stärken, andere Aktivitäten verringern oder ganz einstellen."

Bei der Kostenstruktur bestehe "ganz klar Handlungsbedarf", sagte Drees. MAN müsse seine Profitabilität deutlich steigern, um die sehr hohen Investitionen für den Konzernumbau stemmen zu können. "Dazu dürfte auch ein signifikanter Stellenabbau, vor allem in den indirekten Bereichen, notwendig werden." Vorstand und Betriebsrat verhandelten derzeit darüber, welche Maßnahmen umgesetzt würden.

Die MAN Truck und Bus SE beschäftigt weltweit rund 36 000 Mitarbeiter - davon 21 000 in Bayern. Das mit dem schwedischen Lkw-Bauer Scania zur VW-Tochter Traton gehörende Unternehmen hat gerade seine Modellpalette erneuert. Aber die sinkende Nachfrage nach Lastwagen in Europa erhöhe den Handlungsdruck, sagte Drees. Er rechnet mit einem Nachfrage-Rückgang um 10 bis 20 Prozent in diesem Jahr.

Zudem müssen die Lkw-Bauer immer strengere CO2-Vorgaben einhalten, sonst drohen immense Strafen von der EU. Drees sagte, MAN habe seine Kosten in den vergangenen Jahren zwar schon deutlich gesenkt. Aber es seien weitere Maßnahmen nötig, "um MAN deutlich effizienter und profitabler zu machen".

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