Main-Wasser zeitweise 30 Grad warm - auch Donau im Fokus

Am Main wurden erstmals in diesem Jahr 30 Grad Wassertemperatur gemessen. Das kann für Tiere und Pflanzen zum Problem werden.
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Der Main ist besorgniserregend warm.
Der Main ist besorgniserregend warm. © Daniel Löb/dpa
Würzburg/Regensburg

Die Wassertemperatur des Mains hat an der Messstation Erlabrunn bei Würzburg am Nachmittag zeitweise die 30-Grad-Marke erreicht. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) wurden um 14.30 Uhr genau 30 Grad registriert - so viel wie noch nie in diesem Jahr. Zum Abend sank der Wert nur leicht. Optimal wären zu dieser Jahreszeit 20 bis 25 Grad, wie Gewässerökologin Eva-Barbara Meidl von der Wasserwirtschaft der Regierung von Unterfranken kürzlich der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Auch die Donau erwärmt sich in diesen Tagen schnell. Die Messstation Pfelling bei Deggendorf registrierte laut LfU am Freitagnachmittag in der Tagesspitze eine Wassertemperatur von 28,6 Grad. 

Anders als die Donau hat der Main sehr viele Staustufen, etwa 30. An diesen fließt das Wasser langsamer und kann sich leichter erhitzen. Daher ist der Main wärmer als die Donau, die zudem von Gletscherwasser gespeist wird. 

Warnungen der Bezirksregierungen

Für bestimmte Bereiche der Flüsse haben die Bezirksregierungen von Unterfranken und der Oberpfalz Warnungen ausgesprochen. Für den Main gilt zwischen Würzburg und Kahl am Main an der bayerisch-hessischen Landesgrenze sogar die höchste Warnstufe "Alarm".

Wasserwirtschaftsämter und Kreisverwaltungsbehörden sind nun beispielsweise angehalten, so zu handeln, dass sich der Sauerstoffgehalt und die Temperatur nicht weiter verschlechtern.

Unterbunden werden sollen etwa Schlammräumungen und Baggerarbeiten. Unternehmen sollen möglichst kein erwärmtes Wasser in die Flüsse leiten. Städte und Gemeinden sollen in dieser kritischen Zeit auf Kanalspülungen und Ähnliches verzichten.

Wenn Flusswasser zu heiß ist, kann dies negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben. Sauerstoffwerte und Wassermenge sind im gesamten Main aber bislang unkritisch, wie die Regierung von Unterfranken mitteilte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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