Männer sollen München mit Drogen versorgt haben

München/Berlin (dpa/lby) - Eine Gruppe von mehreren überwiegend noch sehr jungen Männer soll über ein Jahr lang die bayerische Landeshauptstadt mit rund 300 Kilogramm Haschisch versorgt haben. Acht mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks sitzen derzeit in Haft, wie Staatsanwaltschaft München I und das Münchner Polizeipräsidium am Freitag mitteilten.
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Eine getrocknete Hanfknospe. Foto: Jens Kalaene/Archivbild
dpa Eine getrocknete Hanfknospe. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

München/Berlin (dpa/lby) - Eine Gruppe von mehreren überwiegend noch sehr jungen Männer soll über ein Jahr lang die bayerische Landeshauptstadt mit rund 300 Kilogramm Haschisch versorgt haben. Acht mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks sitzen derzeit in Haft, wie Staatsanwaltschaft München I und das Münchner Polizeipräsidium am Freitag mitteilten. Die Ermittler werfen den Männern im Alter von 15 und 21 Jahren vor, die Drogen in Berlin beschafft und nach München transportiert zu haben. In der Landeshauptstadt sei das Haschisch plattenweise weiterverkauft worden, jedoch nicht an Endkunden.

Kopf der Gruppe sei ein 21-Jähriger gewesen, sagte der Leiter des Rauschgiftdezernats der Münchner Polizei, Markus Karpfinger. Der junge Mann habe bei der Organisation des Handels in München die Fäden gezogen und das meiste Geld behalten. Er wurde Ende Januar festgenommen. In Berlin hatten Ermittler zuvor schon zwei 18-Jährige verhaftet, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding mitteilte.

Der Handel des Netzwerks habe sich den Ermittlern zufolge nur auf München und in einem Fall auf das Umland konzentriert, in andere Bundesländer sei kein Haschisch verkauft worden. Durch die Festnahmen sei die Versorgung aus Berlin mit Haschisch-Platten in München ausgetrocknet worden, so Karpfinger.

Auf die Spur waren die Beamten der Gruppe gekommen, als im vergangenen Herbst am Münchner Hauptbahnhof ein damals 32-jähriger Kurier des Netzwerks aufgeflogen war. Bei einer Routinekontrolle fanden Polizisten bei ihm rund zehn Kilo Haschisch. Der Mann wurde noch nicht rechtskräftig zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt.

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