Linde-Manager Eulitz führt künftig Knorr-Bremse

Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse hat einen Nachfolger für den ausgeschiedenen Chef Klaus Deller gefunden. Künftig werde der zuletzt für den Industrie-Gasekonzern Linde tätige Manager Bernd Eulitz das Unternehmen führen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.
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Das Logo der Knorr-Bremse AG ist auf einem Schild an der Zentrale des Unternehmens zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archivbild
dpa Das Logo der Knorr-Bremse AG ist auf einem Schild an der Zentrale des Unternehmens zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archivbild

München - Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse hat einen Nachfolger für den ausgeschiedenen Chef Klaus Deller gefunden. Künftig werde der zuletzt für den Industrie-Gasekonzern Linde tätige Manager Bernd Eulitz das Unternehmen führen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Das habe der Aufsichtsrat einstimmig entschieden. Eulitz soll zudem Arbeitsdirektor des Konzerns werden.

Man habe mit Eulitz "einen sehr erfahrenen Strategen mit ausgeprägter internationaler und industrieller Expertise" gewonnen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzend Klaus Mangold. Eulitz war zuletzt für das Amerika-Geschäft von Linde verantwortlich. Bevor der Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik zu Linde wechselte, war er in verschiedenen Positionen für den französischen Gasehersteller Air Liquide und die US-Unternehmensberatung A.T. Kearney tätig.

Knorr-Bremse hatte sich Ende April überraschend wegen "unterschiedlicher Auffassungen von Führung und Zusammenarbeit" von Klaus Deller getrennt, wie es damals hieß. Dem Führungswechsel hätten persönliche, nicht inhaltliche Themen zugrunde gelegen.

Deller war seit 2009 im Vorstand des Münchner Familienkonzerns und seit 2015 dessen Chef. Im Oktober vergangenen Jahres brachte er 30 Prozent der Aktien für knapp vier Milliarden Euro an die Börse. Seitdem hat sich die Aktie um knapp 11 Prozent verteuert.

Trotz eines schwieriger werdenden Marktumfelds ist das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte weiter stark gewachsen - Umsatz und operativer Gewinn zogen deutlich an. Eine im Mai erhöhte Jahresprognose hatte das Management zudem Mitte September bestätigt.

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