Leoni rutscht in die roten Zahlen: Einmaleffekte belasten

Der angeschlagene Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni ist zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gerutscht, gibt sich für den weiteren Jahresverlauf aber optimistisch. Im ersten Quartal verbuchte das Nürnberger Unternehmen nach belastenden Einmaleffekten unterm Strich einen Verlust von 132 Millionen Euro nach einem Plus von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Leoni AG am Dienstagabend mitteilte.
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Fahnen mit dem Logo des Kabel-Herstellers Leoni AG wehen im Wind. Foto: Daniel Karmann/Archivbild
dpa Fahnen mit dem Logo des Kabel-Herstellers Leoni AG wehen im Wind. Foto: Daniel Karmann/Archivbild

Nürnberg - Der angeschlagene Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni ist zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gerutscht, gibt sich für den weiteren Jahresverlauf aber optimistisch. Im ersten Quartal verbuchte das Nürnberger Unternehmen nach belastenden Einmaleffekten unterm Strich einen Verlust von 132 Millionen Euro nach einem Plus von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Leoni AG am Dienstagabend mitteilte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging auf minus 76 Millionen Euro zurück - nach plus 101 Millionen vor einem Jahr. Der operative Verlust betrug 125 Millionen Euro nach einem positiven Ebit von 63 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Bereinigt um einmalige Sondereffekte und Belastungen aus dem mexikanischen Werk Merida habe sich im ersten Quartal das operative Ergebnis konzernweit bei 14 Millionen Euro stabilisiert. Der Quartalsumsatz sank auf 1,262 Milliarden Euro nach 1,327 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Leoni verbuchte nach eigenen Angaben Sondereffekte im ersten Quartal, die das Konzern-Ergebnis einmalig mit 102 Millionen Euro belasteten. Das Unternehmen verwies unter anderem auf geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die schwächere Autokonjunktur, so dass die "Marktperspektiven neu eingeschätzt" worden seien. Es werde erwartet, beim Ergebnis die Talsohle erreicht zu haben und im weiteren Jahresverlauf im Vergleich zum ersten Quartal eine "spürbare" Verbesserung zu erzielen, heiß es weiter.

Mitte März hatte Leoni angekündigt, angesichts der Krise 2000 Stellen streichen zu wollen. Mit einem Sparprogramm sollen die strukturellen Kosten bis 2022 um 500 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 gesenkt werden. Schwierigkeiten bereiten den Nürnbergern das neue Werk in Mexiko sowie die Sparte mit Bordnetzsystemen. Darüber hinaus belastet die schlechte Stimmung in der Automobilbranche das Geschäft. Leoni beschäftigt mehr als 90 000 Mitarbeiter weltweit.

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