Leiter des Ankerzentrums Bamberg: Wenig Konflikte

Bamberg (dpa/lby) - Trotz mehrerer Großeinsätze der Polizei sieht der Leiter des Bamberger Ankerzentrums kein besonders großes Konfliktpotenzial in der Asylunterkunft. "Ich vergleiche die Anker-Einrichtung mit einem kleinen Dorf", sagte Markus Oesterlein der Deutschen Presse-Agentur.
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Markus Oesterlein, Leiter der Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Bamberg, während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann/Archiv
dpa Markus Oesterlein, Leiter der Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Bamberg, während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Bamberg (dpa/lby) - Trotz mehrerer Großeinsätze der Polizei sieht der Leiter des Bamberger Ankerzentrums kein besonders großes Konfliktpotenzial in der Asylunterkunft. "Ich vergleiche die Anker-Einrichtung mit einem kleinen Dorf", sagte Markus Oesterlein der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich um die gleichen Delikte, die es auch anderswo gebe. "Natürlich haben wir ein erhöhtes Aufkommen an Polizeieinsätzen. Das ist aber teilweise der höheren Kontrolldichte geschuldet." Der Alltag verlaufe dort "relativ konfliktfrei".

Im Jahr 2017 gab es im Bamberger Ankerzentrum 300 Polizeieinsätze. Im Dezember vergangenen Jahres waren zahlreiche Beamte und ein Spezialeinsatzkommando angerückt, weil Flüchtlinge randalierten. Vier Männer kamen in Untersuchungshaft. Ermittelt wird unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags.

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. In jedem Regierungsbezirk gibt es nun eine solche Einrichtung. Die zentralen Flüchtlingsheime sollen Asylverfahren von Migranten beschleunigen, die voraussichtlich kein Bleiberecht haben. In der Bamberger Einrichtung leben derzeit rund 1300 Menschen.

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