Lehrerverbände zur Schul-Rückkehr: "Krisenmanagement? Note mangelhaft"

Für die Rückkehr in die Schulen fordern Lehrerverbände klare Regelungen für Bayern.
| Leonie Meltzer
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Während der Corona-Pandemie bleiben die Schulen dicht.
Während der Corona-Pandemie bleiben die Schulen dicht. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

München - Die Zeit zum Nachdenken sei vorbei, sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, am Freitag in München drängend: "Wir fordern, dass ein ganz klares Testkonzept fertig ist, dass eine Impfstrategie aufgelegt wird und dass die Hygienekonzepte, die es von den Gesundheitsämtern in klarer Ansage gibt, auch umgesetzt werden."

In den Informationen des Kultusministeriums an die Schulen für die Öffnung am Montag "stehen alle Anforderungen drin, aber die Antworten sind nicht gegeben", sagte sie.

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann.
Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann. © picture alliance / dpa

Keine Sicherheit durch fehlende FFP2-Maskenpflicht in Klassenzimmern?

Unklar sei etwa, was mit den Kindern in der Notbetreuung passieren solle, wenn die Lehrkräfte diese wegen des wieder anlaufenden Präsenzunterrichts nicht mehr anbieten könnten. In Sachen Gesundheitsschutz sei durch die fehlende FFP2-Maskenpflicht in Klassenzimmern keine Sicherheit gewährleistet, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger.

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Höhere Impfpriorisierung für Lehrer gefordert

Das Krisenmanagement der Regierung in Sachen Coronapolitik an Schulen erhalte von ihm die Note "mangelhaft". Weiterhin brächten einmalige freiwillige Tests keine Sicherheit, sagte auch Fleischmann. Einheitlich geregelt sei zudem nicht, wie über Schulöffnungen und -schließungen entschieden werde, wenn der Inzidenzwert von 100 schwanke, ergänzte Meidinger. "In die Gruppe 2 mit den Lehrern", forderte Fleischmann außerdem in Bezug auf Impfpriorisierungen.

Große Sorgen bereiten den Lehrerverbänden Meidinger zufolge "sozialpsychologische Kollateralschäden", insbesondere bei Kindern aus prekären Verhältnissen. Es müsse darauf geachtet werden, dass kein Kind durchs digitale Netz falle, so Fleischmann, um Bildungs- und Bindungslücken dringend zu verhindern.

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