Lehrer protestieren gegen Anordnungen des Kultusministers

Aus Protest gegen die angeordnete Mehrarbeit zur Bekämpfung des Lehrermangels sind in München mehrere Hundert Lehrkräfte auf die Straße gegangen. Aufgerufen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) protestierten die Pädagogen unter dem Motto "Jetzt reicht's!
| dpa
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München - Aus Protest gegen die angeordnete Mehrarbeit zur Bekämpfung des Lehrermangels sind in München mehrere Hundert Lehrkräfte auf die Straße gegangen. Aufgerufen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) protestierten die Pädagogen unter dem Motto "Jetzt reicht's! Wir ziehen die Notbremse!" gegen die vom bayerischen Kultusministerium Anfang Januar angeordneten Maßnahmen.

So sollen viele Grundschullehrer ab dem kommenden Schuljahr eine Stunde mehr pro Woche unterrichten - bekommen das aber auf einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Ebenso wie ihre Kollegen aus den Mittel- und Förderschulen dürfen sie künftig erst ab 65 Jahren in den Vorruhestand gehen. Bei Teilzeitverträgen steigt die Mindeststundenzahl, und Sabbatjahre werden abgeschafft.

An der Demonstration am Mittwoch beteiligten sich nach Angaben eines Sprechers der Polizei rund 300 Menschen. Die Veranstalter sprachen von etwa 400 Teilnehmern.

"Man muss es immer wieder klar und deutlich sagen: Der Personalmangel an Grund-, Mittel-, und Förderschulen ist hausgemacht und Folge einer verfehlten Planung", betonten die Organisatoren der Kundgebung. Die GEW habe seit Jahren auf den sich ankündigenden Personalmangel hingewiesen. Die Gewerkschaft fordert statt Mehrarbeit unter anderem eine vorübergehende Reduzierung der Stundentafel sowie das erneute Aussetzen der externen Evaluation.

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