Ledvance schließt Werk in Eichstätt

Der Stellenabbau beim Leuchtenhersteller Ledvance geht weiter. Das 2017 von Osram verkaufte Unternehmen will sein größtes deutsches Werk schließen.
| dpa
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Eine rote Ampel steht vor dem Werk von Ledvance. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archiv
dpa Eine rote Ampel steht vor dem Werk von Ledvance. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archiv

Garching/Eichstätt (dpa/lby) - Der Leuchtenhersteller Ledvance will sein größtes deutsches Werk in Eichstätt mit rund 360 Mitarbeitern schließen. Die Entscheidung verkündete das Unternehmen am Montag nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung in Garching bei München. Das Werk in Eichstätt stand nach Gewerkschaftsangaben schon länger zum Verkauf. Ledvance erklärte am Montag, es habe Interessenten gegeben, die Angebote hätten sich aber "als nicht tragfähig erwiesen". Insgesamt seien verschiedene Optionen für einen Erhalt des Standortes geprüft worden.

Ledvance will nun "umgehend Beratungen und Verhandlungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen und der IG Metall" aufnehmen. Die Gewerkschaft kritisierte die Schließungspläne. "Ich halte die Entscheidung nach wie vor für nicht richtig", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall in Ingolstadt, Tamara Hübner. Die Ledvance-Geschäftsführung habe sich nicht gründlich genug mit den Möglichkeiten für eine Fortführung der Produktion in Eichstätt beschäftigt.

Die Gewerkschaft werde alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel in die Waagschale werfen, sagte Hübner. "Der Standort ist sehr kämpferisch", betonte sie. Am Montag waren laut IG Metall trotz Regens rund 300 Menschen in Eichstätt auf die Straße gegangen, um für einen Erhalt des Werks zu demonstrieren.

Ledvance erklärte, man wolle künftig "auf Partnerschaften statt auf eine kostenintensive Eigenproduktion" setzen. Insbesondere die Auslastung der Werke in Deutschland sei eine Herausforderung.

Ledvance gehörte einst zu Osram, wurde aber 2017 von chinesischen Investoren übernommen. Das Unternehmen stellt unter anderem LED-Leuchten her. Seit der Übernahme wurde bereits ein Werk in Augsburg geschlossen, ein weiteres in Berlin sollte zunächst auch geschlossen werden, steht aber derzeit noch mit stark verkleinerter Belegschaft auf dem Prüfstand. Insgesamt halbierte sich die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland seit der Übernahme auf derzeit noch rund 1000.

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