Lebenslange Haft für 48-Jährigen nach tödlichem Raubüberfall

Wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge hat das Landgericht Ansbach einen 48-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann im März 2025 nachts in die Wohnung eines ihm bekannten 66-Jährigen in Ansbach eingebrochen war, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Der Angeklagte schlug demnach massiv auf das Opfer ein, während dieses im Bett lag, und raubte unter anderem Uhren, eine Goldkette und eine EC-Karte.
Besonders tragisch sind die Umstände, die zum Tod des 66-Jährigen führten. Nach dem Überfall kam der Schwerverletzte zunächst in ein Krankenhaus. Dort verschwand er jedoch wenige Tage später mitten in der Nacht – offenbar war er infolge seiner schweren Kopfverletzungen verwirrt.
Herzversagen und Unterkühlung
Eine Suchaktion der Polizei endete mit trauriger Gewissheit: Der 66-Jährige wurde leblos im Klinikpark gefunden. Zwar führte laut Gutachten letztlich Herzversagen in Verbindung mit Unterkühlung zum Tod, das Gericht wertete dies jedoch als direkte Folge der massiven Verletzungen durch den Überfall.
Der Prozess, der sich über fünf Verhandlungstage erstreckte, war ein Indizienprozess. Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen und machte lediglich Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen. Sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert und Ungereimtheiten im Tatablauf kritisiert. Das Gericht stützte sein Urteil jedoch auf eine Reihe von Beweisen, darunter DNA-Spuren und Videoaufnahmen.
In zwei weiteren Anklagepunkten sprach das Gericht den Mann frei, da die Beweise nicht ausreichten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.