Lawinenwarnstufe bei zwei - aber Triebschnee birgt Gefahr

Trotz mäßiger Lawinengefahr bleibt Triebschnee ein Risiko in den bayerischen Alpen. Warum Erfahrung bei der Einschätzung der Lage so wichtig ist.
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Die Lawinengefahr wird oft unterschätzt. (Archivbild)
Die Lawinengefahr wird oft unterschätzt. (Archivbild) © Jakob Gruber/APA/dpa
München

Trotz des jüngsten Schneefalls herrscht laut Lawinenwarndienst Bayern in den bayerischen Alpen selbst oberhalb von 1.800 Metern nur mäßige Lawinengefahr. Die Lawinenexperten gaben die Warnstufe zwei auf der fünfteiligen Skala auf, für die niedriger gelegenen Gebiete sogar nur Stufe eins, also geringe Gefahr.

Trotzdem warnen die Lawinenexperten: Das Hauptproblem sei derzeit der Triebschnee, der sich auf teils verharschten Schneeschichten gesammelt habe. Kleine Schneebrettlawinen könnten durch geringe Zusatzbelastung - etwa durch einen Skifahrer - im steilen Gelände in Kammnähe ausgelöst werden, gefährdet seien auch Rinnen und Mulden. 

Acht Lawinentote an einem Wochenende in Österreich 

Am Wochenende waren in österreichischen Bundesländern Salzburg und Steiermark drei Schneebretter niedergegangen, acht Wintersportler starben. Von dem folgenschwersten Unglück war eine Kursgruppe des Alpenvereins betroffen. Vier von sieben Kursteilnehmern wurden getötet - es war ein Kurs für Tourenführer, geleitet von einer Bergführerin.

Das Problem auch laut Warndiensten bei geringerer Lawinengefahr: Die Warnstufen beziehen sich auf größere Gebiete - im Einzelfall und an bestimmten exponierten Stellen kann die Lage anders sein. Um dies einzuschätzen, ist viel Erfahrung nötig. 

Nach Lawinenunglücken sind die ersten 10 bis 15 Minuten entscheidend. Dann sinkt die Überlebenschance sehr schnell ab.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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