Wolf reißt Damwild in Mauern

Das Tier kam vermutlich aus den Isarauen in den Landkreis Freising.
| Katharina Baumeister
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Der Wolf hat  ein älteres Damtier gerissen. (Symbolbild)
Katharina Baumeister 2 Der Wolf hat ein älteres Damtier gerissen. (Symbolbild)
Insgesamt zwei Zäune muss der Wolf überwinden.
Katharina Baumeister 2 Insgesamt zwei Zäune muss der Wolf überwinden.

Mauern - Ein vor rund 14 Tagen im Gemeindegebiet Mauern im Nachbarlandkreis Freising gerissenes Damwild ist von einem Wolf getötet worden - das ergab das Ergebnis der genetischen Untersuchung durch einen Experten des Netzwerks Große Beutegreifer.

Direkt am Waldrand unterhält Familie Altmann aus der Beselmühle ein Damwildgehege. Dort suchte sich der Wolf eine Beute. Laut den Fachleuten weise die Untersuchung eindeutig auf einen Wolf hin. Gerissen hatte der Wolf ein älteres Damtier. Dieses habe ein Junges gehabt, welches nach Angaben von Xaver Altmann noch mindestens bis Januar gesäugt worden wäre. Das Junge sei im Moment noch schwach, weil eben die Nahrung der Mutter fehle und es noch nicht aus dem Säugealter heraus war. Entdeckt wurde das tote Tier beim Familienfrühstück, die Kinder bemerkten beim Blick aus dem Fenster im Gehege ein bewegungsloses Tier.

Jäger vermuten Wolf 

Vor Ort vermuteten Robert Altmann und der zuständige Jäger Günther Aigner einen Wolf. In Absprache mit dem Jagdverband und der Jägerschaft wurde das tote Tier zur Untersuchung gebracht. Das Tier war am Hals totgebissen und aufgerissen worden. Gefressen hatte der Wolf dann nur die Innereien, nur der Pansen sei übrig geblieben. Nach Angaben des Sachverständigen hatte der Wolf rund zehn Kilo vor Ort gefressen. Nach dem unliebsamen Besuch fiel der Familie auf, dass alle Tiere im Gehege sehr unruhig waren - inzwischen habe sich die Angst unter dem Damwild wieder gelegt, so Xaver Altmann.

Wie die Besitzer sagten, habe der Wolf in einer Anhöhe des Geheges zwei Zäune überwunden. Unter dem höheren Zaun habe er ein Loch gegraben, durch das er schlüpfte, und den niedrigeren Zaun habe er vermutlich einfach übersprungen. Bei einem Kontrollrundgang um das Gehege wurde die Stelle entdeckt - und auch diese lasse auf einen Wolf schließen.

Den Wolf gesichtet habe man auch schon einige Male in der Gegend. Wie vermutet wird, ist das Tier aus den Isarauen in die Mauerner Gegend gekommen. In Mauern an der Grenze zum Landkreis Landshut ist ein weibliches Damwild von einem Wolf getötet worden. Das Tier kam vermutlich aus den Isarauen

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