Weihnachtszauber in der Bayerwaldsiedlung: Advent, Advent, Tausend Lichtlein brennen

Seit Sonntag erstrahlt das Haus der Familie Wallner in der Bayerwaldsiedlung wieder in vollem Glanz - dieses Jahr für den guten Zweck
| Kerstin Petri
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Das Weihnachtshaus der Familie Wallner in der Bayerwaldsiedlung ist jedes Jahr ein Spektakel.
Christine Vinçon 5 Das Weihnachtshaus der Familie Wallner in der Bayerwaldsiedlung ist jedes Jahr ein Spektakel.
Das Highlight in diesem Jahr: die Schneelandschaft.
Christine Vinçon 5 Das Highlight in diesem Jahr: die Schneelandschaft.
Statt Plätzchen verteilt Uwe Wallner heuer Holzfiguren an die Kinder.
Christine Vinçon 5 Statt Plätzchen verteilt Uwe Wallner heuer Holzfiguren an die Kinder.
Sissi Pöschl freut sich über Spenden für ihren Verein "Ecuador Licht und Schatten".
Dorothea Klemann 5 Sissi Pöschl freut sich über Spenden für ihren Verein "Ecuador Licht und Schatten".
Was in Corona-Zeiten (leider) auch nicht fehlen darf: ein Abstandhalten-Schild.
Uwe Wallner 5 Was in Corona-Zeiten (leider) auch nicht fehlen darf: ein Abstandhalten-Schild.

Alle Jahre wieder verwandelt die Familie Wallner ihr Haus in der Bayerwaldsiedlung in ein prachtvolles Weihnachtshaus. Dieses Jahr übertrifft sie sich wieder selbst: Es gibt noch mehr Lichter, noch mehr Weihnachtsmannfiguren, noch mehr Kunstschnee. Seit Sonntag kann das Weihnachtshaus bestaunt werden.

Ab Oktober war Uwe Wallner mit dem Aufbau beschäftigt. Sein persönliches Highlight in diesem Jahr: die Schneelandschaft mit Pinguinen, Eisbären und Rentieren. Inspiriert dazu hat den 46-Jährigen eine Finnlandreise vor ein paar Jahren. "Ich war von der Landschaft so begeistert, dass ich sowas im Kleinen miteinbauen wollte", sagt er.

Das ganze Jahr hat er immer wieder daran gearbeitet, den Aufbau aufgezeichnet, sich Notizen gemacht. "Das Eismeer wird indirekt von unten beleuchtet", sagt Wallner. Auf einem Spiegel befindet sich ein blauer LED-Lichterdraht, darüber eine durchsichtige blaue Plexiglasplatte. Die Eisschollen sind aus Styropor gefertigt, darauf ist Glitzergranulat verstreut.

Das Highlight in diesem Jahr: die Schneelandschaft.
Das Highlight in diesem Jahr: die Schneelandschaft. © Christine Vinçon

Lob gibt es bereits aus der Nachbarschaft

Material beigesteuert haben ein Nachbar der Familie Wallner und eine Frau, die sich per Facebook gemeldet hat. "Sie hat die Paletten und Styroporblöcke sogar selbst vorbeigebracht", sagt Wallner. Bei der dreitägigen Fertigstellung sei er aufgeregt wie vor einer Prüfung gewesen. Lob gab es schon vorab von einer Nachbarin, die mit dem Hund vorbeispazierte und sagte: "Schön habt ihr es wieder gemacht."

Die Wallners sind froh, dass sie "tolle Nachbarn" haben, wie sie sagen. Denn wenn sie nicht mitspielen würden, gäbe es kein Weihnachtshaus. Offiziell eingeweiht haben die Wallners das Weihnachtshaus mit Lichter- und Musikshow am Sonntagabend.

Was in Corona-Zeiten (leider) auch nicht fehlen darf: ein Abstandhalten-Schild.
Was in Corona-Zeiten (leider) auch nicht fehlen darf: ein Abstandhalten-Schild. © Uwe Wallner

Neu hinzugekommen sind außerdem ein Schneemann im Garten und ein zweiter großer Weihnachtsmann vor der Haustür sowie weitere kleinere Weihnachtsmänner, die in einem Heißluftballon sitzen, aus einem Kamin steigen oder einfach im Garten stehen.

Den Zaun ziert nun eine 100 Meter lange LED-Lichterkette. Stromfresser sind die vielen Lichter aber nicht: "Wir achten darauf, energiesparende Laser und LEDs zu verwenden und nur wenig Strom zu verbrauchen. Die ganze Lasertechnik hat nur einen Stromverbrauch von einer 60-Watt-Birne", sagt der 46-Jährige.

Den buntbeleuchteten Turm aus Geschenken über der Haustür hat Uwe Wallner als Vor-Geburtstagsgeschenk von seiner Schwiegermutter bekommen. "Das habe ich mir gewünscht", sagt er und freut sich sichtlich. Diese Freude am Weihnachtshaus will die Familie Wallner mit anderen teilen.

Normalerweise kommen Nachbarn und Interessierte vorbei, die Wallners spendieren Punsch und Plätzchen. Das geht heuer coronabedingt nicht. Auch Bewohner von Seniorenheimen und Menschen aus Behindertenwerkstätten können sie nicht einladen, was sie sehr bedauern. Stattdessen haben sich die Wallners etwas anderes einfallen lassen: Sie wollen den Verein "Ecuador Licht und Schatten", der sich für Straßenkinder in Ecuador einsetzt und heuer 25. Jubiläum feiert, unterstützen und haben dafür einen Spendenbriefkasten aufgestellt. Jeder, der vorbeikommt, um sich das Weihnachtshaus anzusehen, kann Geld hineinwerfen.

Sissi Pöschl freut sich über Spenden für ihren Verein "Ecuador Licht und Schatten".
Sissi Pöschl freut sich über Spenden für ihren Verein "Ecuador Licht und Schatten". © Dorothea Klemann

"Wir hoffen, dass möglichst viel zusammenkommt für die Straßenkinder in Ecuador", sagt Uwe Wallner. Die Aktion läuft bis 6. Januar, solange das Weihnachtshaus beleuchtet ist. Dann wird das Geld an die Vereinsvorsitzende Sissi übergeben.

Statt Plätzchen gibt es für die Kinder Figuren und Geschenktüten

Und statt Plätzchen gibt es für Kinder dieses Jahr weihnachtliche Holzfiguren, gefertigt von Gottfried Weinzierl, die sie bemalen und an den Christbaum hängen können. Außerdem hat Sissi Geschenktüten für die Kleinen gepackt und bereitgestellt.

Statt Plätzchen verteilt Uwe Wallner heuer Holzfiguren an die Kinder.
Statt Plätzchen verteilt Uwe Wallner heuer Holzfiguren an die Kinder. © Christine Vinçon

"Unser Anliegen ist heuer noch mehr, dass die Leute, die vorbeikommen, eine unbeschwerte Zeit genießen können und Weihnachtsfreude mit nach Hause nehmen", sagt Uwe Wallner und fügt hinzu: "Ich denke, die Leute sind genauso traurig wie wir, dass keine Weihnachtsmärkte stattfinden können und generell die Stimmung am Tiefpunkt ist. Wir wollten aber das Weihnachtshaus trotzdem machen, um zu zeigen, dass die Vorweihnachtszeit trotzdem auch schön sein kann."

Die Lichter- und Musikshow an der Osserstraße 32 beginnt täglich bis 6. Januar um 17 Uhr und endet um 21 Uhr.

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