Umgekehrter Adventskalender: Reinlegen statt rausnehmen

Beim umgekehrten Adventskalender wünscht sich die Berberhilfe Spenden für Bedürftige. Verteilt werden die Spenden an Weihnachten.
| Claudia Hagn
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Astrid Kindsmüller (l.) und Katja Weinberger von der Berberhilfe mit einem halb gefüllten umgekehrten Adventskalender.
Christine Vinçon Astrid Kindsmüller (l.) und Katja Weinberger von der Berberhilfe mit einem halb gefüllten umgekehrten Adventskalender.

Landshut - Eigentlich macht man ja ab dem 1. Dezember an jedem Tag ein Türchen in seinem Adventskalender auf. Darin liegt dann ein kleines Geschenk, um die Zeit bis Weihnachten ein bisschen kürzer zu machen. Die Berberhilfe Landshut wünscht sich in diesem Jahr jedoch wieder Unterstützung bei ihrem "umgekehrten Adventskalender".


Wie das funktioniert? Anstatt jeden Tag etwas aus einem Adventskalender herauszunehmen, legt man bei dieser Variante jeden Tag etwas hinein. Man spendet sozusagen Lebensfreude - und der Beschenkte bekommt am 24. Dezember seinen vollen Adventskalender überreicht.

Pakete werden an Bedürftige verteilt

"Wir wollen die Pakete kurz vor Weihnachten oder auch nach Weihnachten an unsere Bedürftigen verteilen", sagt Astrid Kindsmüller von der Berberhilfe. Normalerweise würde die Übergabe an Weihnachten beim Würstlessen der Berberhilfe stattfinden; die fällt aber dieses Jahr wegen Corona aus.

Weil die Abgabetermine für die Pakete an der Klötzlmüllerstraße 37 - dem neuen Zuhause der Berberhilfe in der alten Savignyapotheke - nun ein bisschen früher als Weihnachten sind, sollte man den Adventskalender ein bisschen schneller befüllen, als man ihn normalerweise auspacken würde.

Die Daten sind jeweils von 17 bis 19 Uhr am Montag, 14., Donnerstag, 17. und Sonntag, 20. Dezember. Was hinein darf, ist sehr breit gemischt (siehe extra Kasten). Vor allem Lebensmittel wünscht sich die Berberhilfe, Kleidung ist vorhanden, das Lager ist voll.


Speziell verpackt werden müssen die Spenden im umgekehrten Adventskalender nicht. Denn Kindsmüller und ihre Kollegen achten darauf, dass in jedem Adventskalender einigermaßen das Gleiche an Wert ist.

"Wir hatten früher, dass im einen Dinge für fünf Euro waren und im anderen für 80 Euro. Das wollen wir vermeiden", so Kindsmüller. Daher werden die Spenden sortiert, neu verpackt und an Weihnachten dann an die Bedürftigen ausgegeben. Beliebt ist alles - was vom Einzelnen nicht gemocht wird, wird einfach getauscht.

Wöchentlich kommen bis zu 145 Menschen zur Ausgabestelle der Berberhilfe, sie haben laut Kindsmüller jedoch auch oft noch eine Familie mit vielen Kindern daheim. Registriert sind bei der Hilfsstelle 440 Personen, die unregelmäßig kommen.

Wer dieses Jahr einen umgekehrten Adventskalender mit 24 Dingen machen will, darf folgendes hineinpacken: Lebkuchen, Kekse, Süßigkeiten, Nudeln, Nudelsoßen, Mehl, Zucker, Reis, Konserven, Marmelade, Tee, Suppen und Ähnliches. Als Hygieneartikel eignen sich unter anderem Shampoo, Duschgel, Deo, Seife, Zahnbürsten, Zahnpasta, Tempos und Handcreme. Auf Kleidung sollte verzichtet werden, lediglich erwünscht sind Männer-Socken, lange Unterhosen, Handschuhe und Mützen, die eingepackt werden können. Verzichten sollten die Packer des Adventskalenders unbedingt auf Alkohol oder alkoholhaltige Süßigkeiten.

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