Schwarzarbeit hat sich in Landshut verdreifacht

Es geht nach Angaben des Hauptzollamts Landshut um rund 25 Millionen Euro.
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Das Jahresergebnis 2020 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ist vorgestellt worden. Der Einsatz hat sich für die Zollfahnder in Landshut gelohnt.
Das Jahresergebnis 2020 der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ist vorgestellt worden. Der Einsatz hat sich für die Zollfahnder in Landshut gelohnt. © picture alliance/dpa

Landshut - Schwarzarbeit verstößt nicht nur gegen Recht und Ordnung, sondern schadet jedem Einzelnen: Doch Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind ein Problem für Fiskus und Sozialversicherung, aber auch für Unternehmen, schreibt das Hauptzollamt Landshut in einer Presseerklärung zur Jahresbilanz des Zollamts am Mittwoch.

Arbeitsplätze durch Schwarzarbeit gefährdet

Das Hauptzollamt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Schwarzarbeiter ihre Auftraggeber schädigen, die Sozialversicherung betrügen, Steuern hinterziehen und letztendlich Arbeitsplätze gefährden. Der legal handelnde Arbeitgeber kann mit illegaler Konkurrenz regelmäßig nicht mithalten.

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Landshut haben im vergangenen Jahr 1.640 Strafverfahren und 580 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Im Rahmen ihrer Ermittlungen hat die FKS Schäden in der Gesamthöhe von rund 25 Millionen Euro aufgedeckt. Dies entspricht fast einer Verdreifachung zu 2019 mit knapp neun Millionen Euro. Fast 1.000 Arbeitgeber wurden geprüft, 2.153 Strafverfahren sind bereits abgeschlossen. Für die Straftäter wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 40 Jahren erwirkt.

Diese Branchen sind besonders betroffen

Die FKS prüft in allen Branchen, hauptsächlich aber dort, wo Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung erfahrungsgemäß besonders häufig vorkommen. Da Branchen wie das Gastgewerbe, das Friseurhandwerk und der Messebau besonders stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen waren und weiterhin noch sind, wurde im vergangenen Jahr reagiert und neue Prüfungsschwerpunkte gesetzt. Zahlreiche Schwerpunktprüfungen und Aktionstage, wie beispielsweise in der Fleischwirtschaft und der Paketdienstleistung wurden durchgeführt.

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Das Hauptzollamt deckt auch in der Corona-Krise auf

Regierungsdirektor Gerhard Pieper, Leiter des Hauptzollamts Landshut, kündigte an: "Die Zöllner werden unter Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen und im gebotenen Umfang auch weiterhin ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen und auf hohem Niveau gegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung vorgehen."

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