Sanierung der Landshuter Stadtresidenz: Ein Kran überm Wetterhahn

54-Millionen-Euro-Bauprojekt: So laufen die aktuellen Arbeiten bei der Sanierung der Landshuter Stadtresidenz.
| Ingmar Schweder
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Der Kran ist 50 Meter hoch, um den Wetterhahn am Rathaus nicht zu beschädigen.
Der Kran ist 50 Meter hoch, um den Wetterhahn am Rathaus nicht zu beschädigen. © Christine Vinçon

Landshut - Seit Anfang 2020 saniert das Staatliche Bauamt im Auftrag der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung die Dächer und Fassaden der Landshuter Stadtresidenz. Im Zentrum der Arbeiten standen bisher die Gebäude im Bereich der Ländgasse und der Isarpromenade.

Arbeiten in der Altstadt

Im September haben sich die Gerüstbauarbeiten in der Altstadt verlagert. Dabei werden die Hauptfassade des Deutschen Baus sowie die Giebelflächen über den Nachbarhäusern, in denen die Geschäfte Eilles und Ziegler beheimatet sind, eingerüstet.

Anfang November wurde das Fundament für den Kran betoniert, der mittlerweile jedem Landshuter aufgefallen sein müsste. Die Kalksteinpoller und die Litfaßsäule, die dort ihren Platz hatten, wurden in Absprache mit der Stadt Landshut versetzt.

Ein gewaltiger Kran

Der gewaltige Kran in der Altstadt wird für die sogenannte Baustellenbeschickung benötigt. Das heißt, die für die Sanierung benötigten Materialien - darunter Holz, Mörtel und Gerüstbauteile - werden über die Dächer in die Residenzbaustelle an ihren Platz gehoben.

Der Kran in der Altstadt muss dafür besonders hoch sein, genauer gesagt 50 Meter, damit er beim Schwenken den Wetterhahn des Rathauses überragt und nicht beschädigt. Wie das Staatliche Bauamt mitteilt, steht der Kran dafür auf einem extra dafür bemessenen und vom Prüfstatiker gegengerechneten Betonfundament.

Viel Beton für einen sicheren Stand: Das Fundament des Krans in der Altstadt, ist von einem Statiker durchgerechnet worden.
Viel Beton für einen sicheren Stand: Das Fundament des Krans in der Altstadt, ist von einem Statiker durchgerechnet worden. © Christine Vinçon

Es entspricht im Wesentlichen dem Fundament des Krans in der Ländgasse. "Dort gibt es rechts und links allerdings Betonbalken, damit die eigentliche Grundplatte niedriger ausfallen konnte, um so die Durchfahrt für Fahrzeuge sicherzustellen", so eine Sprecherin des Staatlichen Bauamts.

Keine Sanierungspause im Winter

In der Ländgasse folgen noch die Sanierung des Daches des Marstalls, des Isarpavillons und des Holzmesserhäuschens. Diese Arbeiten sind voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen, solange wird der Kran dort weiterhin benötigt.

Eine Sanierungspause über den Winter soll es nicht geben. Nach derzeitigem Stand - und wenn alles reibungslos läuft - beginnen die Arbeiten am Deutschen Bau Anfang Januar und sollen bis April 2023 abgeschlossen sein - inklusive Gerüstabbau.

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Das steht als Nächstes an

Zu den nächsten Sanierungsarbeiten gehören die Sanierung des Dachs des Deutschen Baus und die Sanierung der Fassade und der Fenster. Parallel dazu wird das Dach des Marstalls, des Isarpavillons und des Holzmesserhäuschens fertiggestellt. Die Arbeiten am Dach des Italienischen Baus und der Hofküche sind wie berichtet bereits abgeschlossen. Auch die Fenster der Hofküche sind fertig saniert.

Sanierung parallel zur Landshuter Hochzeit

"Sobald die Dächer der Hofstallungen fertig saniert sind, beginnt der Innenausbau", teilt die Bauamtssprecherin mit. Dieser laufe parallel zur Landshuter Hochzeit weiter, die nach derzeitigem Stand zwischen 30. Juni 2023 und 23. Juli 2023 stattfinden soll. Nach der Landshuter Hochzeit 2023 beginnt das Staatliche Bauamt mit der Sanierung der Fassaden inklusive der Fenster des Residenz-Innenhofs.

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54 Millionen Euro kostet das Projekt

Die Gesamtkosten für die Sanierung aller Dächer und Fassaden (Hofstallungen und Residenz), den Einbau der Brandmeldeanlage, die Anpassungen im Brandschutz, das Beleuchtungskonzept, den Innenausbau der Hofstallungen und die Neugestaltung der Hofbeläge, betragen 54 Millionen Euro.

Die Mittel wurden vom Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags genehmigt. Wie das Staatliche Bauamt mitteilt, liege man mit den Arbeiten im Zeitplan und im Kostenrahmen. Und der Wetterhahn am Rathaus ist auch noch dran.

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