Rettungsdienstbereich Landshut sucht freiwillige Helfer: "Notstand ist überall"

Pflegekräfte und Ärzte sind nach wie vor gesucht - mittlerweile müssen stabile Patienten bis nach Franken verlegt werden.
| Claudia Hagn
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Dringend gesucht: Medizinisches Personal, das spontan aushelfen kann. (Symbolbild)
Dringend gesucht: Medizinisches Personal, das spontan aushelfen kann. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

Landshut - Wenn man Carina Weinzierl, Pressesprecherin des Landratsamt, fragt, in welchen Krankenhäusern und Kliniken die Lage gerade am brenzligsten ist, sagt sie: "Notstand ist überall".

Elektive Operationen seien bereits verschoben worden, eine Rehaklinik im Bereich Kelheim habe die ursprüngliche Normalversorgung eingestellt, um für Intensivpatienten gerüstet zu sein.

Patienten werden bis in die Oberpfalz und nach Franken verlegt

Um die akute, wohnortnahe Notfallversorgung im Rettungsdienstbereich Landshut (er umfasst die Landkreise Kelheim, Dingolfing-Landau, Landshut sowie die Stadt Landshut) aufrechterhalten zu können, werden laut Weinzierl mittlerweile stabile Patienten bis in die nördliche Oberpfalz und teils nach Franken verlegt.

Weil die Lage so kritisch ist, hat sich Jürgen Königer, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, bereits vergangene Woche an die Bevölkerung gewandt: Dringend gesucht werden Menschen, die eine medizinische Vorbildung haben und spontan helfen können. Königer letzte Woche: "Wir können nur an jede intensivmedizinisch ausgebildete Fachkraft (Pflegekräfte und Ärzte) appellieren, unsere Kliniken für einige Wochen zu unterstützen.

Egal warum sie aktuell nicht im Krankenhaus arbeiten, sei es Elternzeit oder aus anderen Gründen: Ihre Kollegen, unsere Kliniken brauchen Sie dringend."

14 Freiwillige haben sich bereits gemeldet

Königer sei gerne bei der Vermittlung an die einzelnen Häuser behilflich unter E-Mail kh-koordinator@zrf-landshut.bayern - egal in welchem zeitlichen Rahmen ein vorübergehender Klinik-Einsatz möglich ist. Mittlerweile haben sich - Stand Anfang der Woche - laut Carina Weinzierl 14 Menschen gemeldet, die helfen wollen. Ein Drittel davon habe medizinische Vorbildung, die anderen haben allgemeine Hilfe angeboten.

Nun sichtet das Gesundheitsamt gemeinsam mit den Verantwortlichen die Bewerbungen, um die Freiwilligen möglichst optimal einsetzen zu können. Dabei geht es laut Weinzierl darum, herauszufinden, wer wann Zeit habe, welche Vorbildung es gebe und welcher Ort der richtige für die Bewerber sei. "Wir wollen so schnell wie möglich für Entlastung in den Kliniken sorgen", sagt Weinzierl.

Daher gilt der Aufruf für alle medizinisch Vorgebildeten nach wie vor: Wer sich vorstellen kann, kurzfristig an den Krankenhäusern auszuhelfen, sollte sich an die vorher genannte E-Mail-Adresse wenden. Wenn möglich sollten Bewerber angeben, welche Vorbildung sie haben, wo sie eingesetzt werden könnten und auch in welchem Zeitraum.

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