"Plötzlich ging's ganz schön fix": Außengastro öffnet - das erwartet die Landshuter

Ab Donnerstag darf die Außengastronomie auch in der Stadt wieder Gäste bewirten. Auf was sich die Landshuter jetzt freuen können.
| Carmen Merckenschlager
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Valon Morina freut sich bei dem Gedanken, dass seine Gäste endlich wieder an Tischen sitzen dürfen.
Valon Morina freut sich bei dem Gedanken, dass seine Gäste endlich wieder an Tischen sitzen dürfen. © Christine Vinçon

Landshut - In dieser Woche ist Landshut aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Allerdings war es kein Kuss, der der Stadt plötzlich wieder die Lebensgeister einhauchte: Nein. Die Sieben-Tage-Inzidenz war endlich unter 100 gefallen und die Chance auf die Eröffnung der Außengastronomie schwebte am Horizont.

 

Seit Donnerstag dürfen sich die Landshuter also wieder einen Kaffee an den Tisch bringen lassen und mit der Bedienung schäkern oder sich ein drei Gänge-Menü empfehlen lassen und mit Genuss verspeisen. Aber wie hat sich die Landshuter Gastronomie auf die Öffnung vorbereitet. Unsere Redaktion hat sich umgehört:

Isarklause-Wirte: "Es ist allerhöchste Zeit"

"Mia g'frein uns riesig", sagt Hans-Jürgen Franke (52), Chef in der Isarklause. Als die AZ das Lokal am Dienstagabend besucht, stehen noch Tische kreuz und quer im Raum, es wird Staub gewischt und Vorschriften der Dehoga studiert. Ab am Donnerstag dürfen sie wieder öffnen. So ganz konnten sie das noch nicht glauben. "Das ging jetzt plötzlich doch so schnell", sagt Michaela Franke, die es bis zur Eröffnung kaum abwarten kann. "Es ist allerhöchste Zeit. Ich war schon schrecklich unruhig in letzter Zeit und konnte nur noch schlecht schlafen. Wir sind heilfroh, dass es jetzt wieder losgeht", sagt die 50-Jährige.

Das Team der Isarklause steckt Anfang der Woche noch mitten in den Vorbereitungen. Servicekraft Biwi (v.l.), Sebastian Dudek, Hans-Jürgen und Michaela Franke, Daniel Kuttner.
Das Team der Isarklause steckt Anfang der Woche noch mitten in den Vorbereitungen. Servicekraft Biwi (v.l.), Sebastian Dudek, Hans-Jürgen und Michaela Franke, Daniel Kuttner. © Christine Vinçon

 

Dass sie bereits am Donnerstag wieder öffnen dürfen, erfahren die Wirtsleute erst am Dienstagnachmittag durch eine E-Mail der I.L.I. "Wir waren eher auf Freitag eingestellt", sagt der Wirt. Deshalb wird jetzt noch schnell alles geschrubbt und aufgehübscht, dass ab Donnerstag wieder Gäste auf dem Isarfloß Platz nehmen können. Allerdings aktuell nur mit Reservierung. Michaela Franke hat deshalb kurzerhand eine Freundin akquiriert, die den Service übernimmt. Die Karte wird in der ersten Zeit noch etwas kleiner ausfallen, weil alles noch schlecht kalkulierbar sei: "Nicht, dass wir in drei Tagen plötzlich wieder zusperren müssen, weil die Inzidenz zu hoch ist", spekuliert der 52-Jährige. "Aber derweil sind wir bereit und freuen uns unbändig auf die Gäste", schiebt seine Frau hinterher.

"Il Padrino" ist bereit: Endlich nicht mehr nur To-Go

Auch Valon Morina, Chef des Il Padrino, ist zwei Tage vor der Öffnung noch sichtlich überrascht, dass es doch schon am Donnerstag losgehen soll. "Umso besser", sagt der 35-jährige Gastronom. In der Küche sei alles bereit, nur die Tische und Sonnenschirme fehlten noch. Morina ist bei dem Gedanken an die Öffnung der Außengastronomie ganz aufgeregt, aber auf eine positive Art. "Endlich wieder Gäste, die bei uns Platz nehmen dürfen", sagt er. Zwar bot er ein To-go-Geschäft an, das sei aber im Vergleich so gar nicht befriedigend gewesen, findet Morina.

 

"Casa del oliva": Das Team strotzt vor Motivation

Mit ganz viel Freude bereitete sich in den vergangenen Tagen auch das "Casa del oliva" auf die Öffnung der Außengastronomie vor. "Mein lieber Schwan, das war schon eine lange Zeit, die wir geschlossen haben mussten. Dafür sind wir jetzt alle ganz heiß drauf, wieder aufzumachen", sagt Inhaberin Sylvia Haider (59). Es sei schön, zu sehen, wie auch das Team plötzlich wieder vor Energie strotz und mit neuen Ideen an die Eröffnung und die kommende Zeit herangeht.

Lange musste auch die Küche im Casa del oliva kalt bleiben. Ab Donnerstag werden sie draußen in der Schirmgasse wieder Gäste bewirten.
Lange musste auch die Küche im Casa del oliva kalt bleiben. Ab Donnerstag werden sie draußen in der Schirmgasse wieder Gäste bewirten. © Amavel

Dass sie wieder öffnen dürfe, habe Haider ebenfalls am Dienstagabend durch eine E-Mail erfahren. "Dann hieß es erstmal: noch schnell einkaufen. Plötzlich ging das jetzt doch ganz schön fix", erzählt sie. Auch wenn es jetzt ein wenig stressig für das Team wurde, trübt das die Vorfreude der Gastronomin keines Wegs, eher ist es Erleichterung, die Haider nun spürt, weil auch ihr Team sie nicht im Stich gelassen hat. "Und ohne die geht es nicht", sagt Haider.

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