Landshuter Stadtikone: Der "Goldmann" ist wieder da

Knapp eine Woche lang vermissten die Landshter "Lugge" Rederer " in der Innenstadt. "Ich bin unverwüstlich", sagt Landshuts Stadt-Ikone jetzt nach einem Herzinfarkt.
| Carmen Merckenschlager
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Landshut hat ihn vermisst: Nun ist Goldmann "Lugge" Rederer wieder da.
Merckenschlager Landshut hat ihn vermisst: Nun ist Goldmann "Lugge" Rederer wieder da.

Landshut - Der Goldmann ist wieder da. Seit vergangener Woche Samstag steht er wieder in der Landshuter Altstadt an seinem Stammplatz an der Ecke Theaterstraße und begrüßt Kinder, winkt und ratscht. Die Landshuter sind erleichtert, denn: Knapp eine Woche lang war "Lugge" Rederer nirgends zu sehen - der Martinsturm war sozusagen unbewacht. Er sei krank, hieß es in den sozialen Medien. Dazu passte ein Post seines Sohnes auf Facebook. Es gehe ihm gesundheitlich nicht gut, Genesungswünsche könne er gut gebrauchen. Eine Aussage schockte jedoch die Goldmann-Fans: "Ob er danach noch in der Stadt sein wird, bezweifle ich", schreibt sein Sohn weiter.

Herzinfarkt: Seine Tochter rettete ihm das Leben

Nun gibt es Entwarnung, er ist zurück und guter Dinge. "Ich bin unverwüstlich. So schnell mache ich nicht schlapp", sagt der 70-Jährige. Dabei war es nicht einfach nur ein Schnupfen, der den Goldmann zum Zuhausebleiben verdonnerte. "Ich hatte einen Herzinfarkt. Meine Tochter hat mir das Leben gerettet, indem sie mich ins Krankenhaus brachte. Dabei mag ich doch Ärzte eigentlich überhaupt nicht", sagt Rederer und schmunzelt.


Am Freitag vergangene Woche wird Rederer
aus dem Krankenhaus entlassen; seit Samstag steht er bereits wieder in der Altstadt. Der Ernst der Lage sei ihm bewusst, trotzdem will er sich seine Tätigkeit als Goldmann nicht nehmen lassen: "Ich brauche das einfach. Es tut mir gut. Und den Landshutern auch - besonders in diesen Zeiten."

Nach Zwangspause: "Schone mich ein bisserl"

Momentan lässt er es noch ruhiger angehen. Maximal zwei Stunden am Tag nimmt er seinen Platz auf seinem Schemel ein. "Ich schone mich noch ein bisserl", sagt er. Immerhin habe er mehrere Stents verpasst bekommen, weitere sollen folgen. "Ich hatte schon über 20 Liter Wasser im Körper, ich war schwer kurzatmig. Hätten wir noch zwei Tage länger gewartet, wäre ich nicht mehr da", so Rederer. Jetzt muss er Medikamente nehmen.

Was dem Goldmann sicher auch hilft und geholfen hat: Die Glückwünsche, die er von so vielen Seiten erhalten hat. "Das hat mich schon wirklich ganz stark gefreut", gibt der Goldmann zu. Seitdem er wieder an gewohnter Stelle steht, wird er so oft angesprochen wie noch nie zuvor. "Schön, dass du wieder da bist!", "Endlich passt wieder wer auf Martin auf" oder "Wir haben dich vermisst", sagen die Passanten, schmeißen ihm eine Münze in sein Schüsserl und lachen.

"Wir haben in der Zeitung gelesen, dass es ihm nicht gut geht", sagt eine Mutter mit Kindern. "Wir sind froh, besonders die Kinder, dass er wieder da ist." Auch Lugge ist glücklich, wieder da zu sein, und sagt Danke für alle Glückwünsche.

Was er außerdem sagt: "Passts auf euch auf - und bis zum nächsten Mal."

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