Landshuter Frühjahrsdult abgesagt

Die Stadt Landshut sagt die Frühjahrsdult 2021 offiziell ab, über die Bartlmädult soll später entschieden werden.
| red
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Keine Fahrgeschäfte, keine Bierzelte: Die Landshuter Frühjahrsdult 2021 ist abgesagt.
Keine Fahrgeschäfte, keine Bierzelte: Die Landshuter Frühjahrsdult 2021 ist abgesagt. © Archiv

Landshut - Was Festwirte, Schausteller, Marktkaufleute und alle Volksfestfans aus der Region schon seit Wochen befürchtet haben, ist nun offiziell: Die Stadt Landshut hat die Frühjahrsdult 2021 abgesagt.

Sozialkontakte müssen reduziert werden

Grund ist laut Angaben einerseits die Rechtslage in Bund und Freistaat, nach der bis auf Weiteres Veranstaltungen aller Art verboten sind. Andererseits habe sich die Corona-Lage in den vergangenen zehn Tagen wieder erheblich verschärft: Wie in ganz Ostbayern steigen auch in Stadt und Landkreis die Infektionszahlen stark an, gleichzeitig komme die Impfkampagne nur schleppend voran. "Es besteht keine Chance mehr, dass sich diese schwierige Situation bis zum geplanten Auftakt der Frühjahrsdult am 17. April noch signifikant verbessert", sagt Oberbürgermeister Alexander Putz.

"Wir stecken mittendrin in einer dritten Infektionswelle. Uns bleibt gar nichts anderes übrig, als erneut unsere Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren." Am Montag traten in Landshut daher wieder strenge Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. "Vor diesem Hintergrund ist klar, dass wir nicht in fünf Wochen eine Frühjahrsdult mit täglich zehntausenden Besuchern veranstalten können", so Putz. "Ich bedauere das sehr, aber die Absage ist unvermeidlich."

Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der dem Dultsenat des Stadtrats vorsitzt, sieht laut Mitteilung in dem Schritt ebenfalls die einzig mögliche Reaktion auf die anhaltende Corona-Pandemie. "Wir haben uns diese bittere Entscheidung nicht leicht gemacht und deswegen so lange gewartet. Aber letztlich war allen, auch den Beschickern, schon seit Weihnachten klar, dass die Chancen auf eine Frühjahrsdult mit jedem Tag schwinden."

Stände dürfen im Wechsel in der Innenstadt aufgestellt werden

Stadtrat und Verwaltung seien sich darüber bewusst, dass die neuerliche Dult-Absage eine schwere wirtschaftliche Hypothek für Schausteller, Marktkaufleute und Festwirte ist, so Putz und Haslinger. "Wir wollen die Betroffenen wenigstens ein bisschen unterstützen. Deswegen wird die Stadt, wie im vergangenen Jahr, Dultbeschickern wieder die Möglichkeit einräumen, ihre Stände im wöchentlichen Wechsel in der Innenstadt aufzustellen und dort ihre Waren anzubieten."

Einen Beschluss hatte der Stadtrat bereits für den nun eintretenden Fall getroffen, dass die Frühjahrsdult nicht stattfinden kann. "Diese Aktion ist natürlich kein Ersatz für eine Dult", sind sich Putz und Haslinger einig. "Dennoch senden wir damit ein wichtiges Signal: Wir stehen zu unseren Schaustellern, Marktkaufleuten und Festwirten."

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Während die Frühjahrsdult ausfällt, bestehe für die Bartlmädult noch Hoffnung. Diese soll erst am 20. August eröffnet werden. "Wir haben also noch mehr als fünf Monate Zeit. Ich gehe davon aus, dass wir bis dahin vor allem mit der Impfkampagne entscheidend vorangekommen sind und die Lage sich ab dem Sommer spürbar entspannen wird", sagt Putz. Eine seriöse Prognose, ob die Bartlmädult wie geplant über die Bühne gehen kann, sei momentan aber nicht möglich. "Die Chancen für die Bartlmädult stehen aus heutiger Sicht sicher schlechter als 50:50", sagt der OB. "Dennoch wäre eine Absage jetzt verfrüht. Über diese Frage müssen wir erst im Frühsommer entscheiden."

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