Landshut bekommt Beratungsstelle für queere Menschen

Die neue Anlaufstelle wurde Anfang August eröffnet und soll ein erster Baustein für ein flächendeckendes Netz solcher Angebote in Niederbayern sein.
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2019 hat der erste CSD Niederbayern in Landshut stattgefunden. Die neue Beratungsstelle ist der nächste große Schritt, im ländlichen Raum die Angebote für queere Menschen zu verbessern. (Archivbild)
2019 hat der erste CSD Niederbayern in Landshut stattgefunden. Die neue Beratungsstelle ist der nächste große Schritt, im ländlichen Raum die Angebote für queere Menschen zu verbessern. (Archivbild) © Ingmar Schweder

Landshut - Pro familia Niederbayern und Queer in Niederbayern e.V. haben sich zusammengetan, um die Lebenssituation von queeren Menschen (Lesben, Schwule, A- und Bisexuelle, trans*-, a*- und inter*geschlechtliche Menschen) durch den Aufbau der Beratungsstruktur im ländlichen Raum zu verbessern.

Anlässlich der Kick-off-Veranstaltung des bayerischen Sozialministeriums am 2. August 2021 wurde das Projekt nun offiziell vorgestellt. Jasmin Faulstich, Leiterin der Beratungsstelle up2you Leben.Lieben.Selbstbestimmt, sagt: "Durch die Beratungsstelle mit Sitz in Landshut gehen wir nun den ersten Schritt in Richtung flächendeckender Angebote in Niederbayern. Denn diese werden dringend benötigt. Queere Jugendliche, Erwachsene und Senioren erfahren noch immer Diskriminierung und stehen vor Herausforderungen, die andere Menschen nicht erleben. Wir setzen uns mit unserer Beratungsstelle dafür ein, diese Nachteile auszugleichen und die Menschen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten."

Beratungsstrukturen im ländlichen Raum stärken

Thoralf Fricke, Geschäftsführer von pro familia Niederbayern, ergänzt: "Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, Beratungsstrukturen zu stärken. In den Ballungsgebieten in München und Nürnberg gibt es inzwischen einige Angebote, nun müssen wir die Menschen auf dem Land erreichen. Unsere Beratungsstelle in Landshut wird mit der jetzigen Personalausstattung jedoch nicht ausreichen, um den Bedarf in ganz Niederbayern abzudecken. Daher hoffen wir darauf, in den nächsten Förderzeiträumen immer weiter wachsen zu können."

Die Beratungsstelle ist im ersten Förderzeitraum, der bis März 2022 Planungssicherheit bietet, mit einer halben Fachkraftstelle besetzt. Queer in Niederbayern e.V. und pro familia war es trotz des kurzen Förderzeitraums wichtig, diesen ersten Schritt zur besseren Versorgung queerer Menschen gemeinsam zu gehen.

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Herbert Lohmeyer, Co-Vorsitzender von Queer in Niederbayern e.V. schließt sich an: "Gerade unsere beiden Verbände Queer in Niederbayern e.V. und pro familia Niederbayern bilden ein gutes Team für diese Aufgabe. Als wir unseren Verein 2019 gründeten, stießen wir bereits auf viel Zuspruch. Inzwischen haben wir in allen niederbayerischen Städten Jugendgruppen und Mitglieder. Als Verein stellen wir die Anlaufstelle für die queere Community in Niederbayern dar. Zugleich bringt pro familia jahrelange Erfahrung in der Beratung und die gleichen Überzeugungen bezüglich sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung mit."

Wer Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen will, kann sich per E-Mail an jasmin.faulstich[at]profamilia.de wenden.

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