Impfpanne der Stadt Landshut geht glimpflich aus

Die Stadt hatte den rund 500 Betroffenen Corona-Antikörpertests angeboten, nachdem ein verimpftes Vakzin nicht ausreichend gekühlt worden war.
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Nachdem die Impfpanne von der Stadt Landshut öffentlich gemacht wurde, wurden mehr als 500 Betroffene zu einem Corona-Antiköpertest eingeladen. Das Ergebnis für 400 steht nun fest: Bis auf eine Ausnahme genießen alle den vollen Impfschutz.
Nachdem die Impfpanne von der Stadt Landshut öffentlich gemacht wurde, wurden mehr als 500 Betroffene zu einem Corona-Antiköpertest eingeladen. Das Ergebnis für 400 steht nun fest: Bis auf eine Ausnahme genießen alle den vollen Impfschutz. © AZ-Archiv/Christine Vinçon

Landshut - Mehr als 500 Personen, die im Impfzentrum der Stadt Landshut mit zu lange bei Kühlschranktemperaturen gelagerten Dosen des Vakzins von Moderna geimpft worden waren, haben sich in den vergangenen Tagen einem von der Stadt angebotenen, kostenlosen Corona-Antikörpertest unterzogen, um so die Wirksamkeit der Impfungen zu überprüfen.

Mittlerweile hat das beauftragte Labor rund 400 dieser Tests ausgewertet - und die Ergebnisse sind äußerst ermutigend. Denn mit nur einer einzigen Ausnahme liegen die ermittelten Antikörper-Konzentrationen deutlich, zumeist um mindestens das Zehnfache, über dem Grenzwert, ab dem von einer erfolgreichen Immunisierung ausgegangen werden kann.

99,5 Prozent der Betroffenen zeigen starke Immunantwort

"Die Überschreitung der für die Aufbewahrung bei Kühlschranktemperaturen gültigen Lagerfristen hatte also ganz offensichtlich keine negativen Folgen für die Wirksamkeit des Impfstoffs", stellt Dr. Uwe Schubart, Ärztlicher Leiter der Impfzentren von Stadt und Landkreis Landshut, erleichtert fest.

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Die Impfung habe bei mehr als 99,5 Prozent der getesteten Personen zu einer sehr starken Immunantwort geführt. "Das ist ein ausgesprochen guter Wert, der den Schluss nahelegt, dass die Geimpften bestmöglich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-Cov-2 und vor allem auch gegen einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung geschützt sind", so Schubart.

Die Betroffenen konnten einen Corona-Antikörpertest machen

Alle Betroffenen, die Ende Juli von der Stadt Landshut eine Benachrichtigung über eine Impfung mit zu lange gelagertem Moderna-Impfstoff erhalten hatten, haben gegen Vorlage des Schreibens nach wie vor die Möglichkeit, sich mithilfe eines kostenfreien Corona-Antikörpertests Klarheit über ihren Immunstatus zu verschaffen.

Getestet wird im Impfzentrum

Die Tests, für die eine Blutentnahme erforderlich ist, sind zu den Öffnungszeiten des Impfzentrums - also Montag bis Sonntag von 8 bis 17 Uhr - ohne Anmeldung möglich. Darüber hinaus besteht zu den genannten Zeiten auch für alle noch ungeimpften Bürger ab zwölf Jahren die Gelegenheit, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen.

Eine Terminvereinbarung oder Registrierung ist nicht nötig; mitzubringen sind lediglich der Personalausweis und, soweit vorhanden, der Impfpass.

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