Erneuter Schlangen-Fund: Giftige Viper in Ergolding entdeckt

In Ergolding wird das nächste Tier auf einem Dachboden gefunden. Diesmal eine giftige Aspisviper.
| Claudia Hagn
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Die Aspisviper ist eine sehr kleine Schlange.
Die Aspisviper ist eine sehr kleine Schlange. © Polizei

Landshut - Es ist fast schon eine Serie, die seit ein paar Wochen in Landshut und Umgebung läuft: Am Samstag ist in Ergolding schon wieder eine Schlange gefunden worden, die nicht in unserem Gebiet heimisch ist.

 

Zur Erinnerung: Erst vor ein paar Wochen war in Achdorf Boa Balduin abgängig; ihr Besitzer hatte zuerst vermutet, sie sei beim Putzen des Terrariums durch einen Schlitz im Küchenfenster abgehauen. Erst kurze Zeit später stellte sich heraus, dass die Boa sich die ganze Zeit in einer Hydrokultur der großen Topfpflanze direkt neben dem Terrarium versteckt hatte.

 

Python hatte Nagerbissspuren

Zur gleichen Zeit hatten jedoch Kinder in Ergoldsbach eine Königspython im Grünen gefunden; sie brachten sie zur Polizei, der Besitzer von Boa Balduin kümmerte sich kurzfristig um das Tier. Die Python war offenbar falsch gehalten worden und hatte - so die Vermutung - Nagerbissspuren. Wie die Königspython dann schließlich ins Freie kam, ist nach wie vor unklar. Wahrscheinlich wurde sie ausgesetzt. Sie kam damals in die Reptilienauffangstation nach München. Die Spezialstation kümmert sich um ausgesetzte und auch beschlagnahmte Tiere.

 

Genau dort ist jetzt auch die Aspisviper, die eine Frau am Samstag in Ergolding auf ihrem Dachboden fand. Das Tier schlängelte über den Teppich, die Frau rief die Polizei. Die Beamten begutachtete dann die 14 Zentimeter lange Schlange und holte sich fachliche Hilfe bei Dieter Dort vom Arten- und Naturschutz der Stadt Landshut. "Zuerst dachten wir, es sei eine Kreuzotter, aber dann stellte sich heraus, dass es doch eine giftige Aspisviper war", so Dort.

14 Zentimeter ist das Exemplar der Viper.
14 Zentimeter ist das Exemplar der Viper. © Polizei

Wie die Viper nach Landshut kam, ist unklar

Die Aspisviper hat eine besondere Augenkennzeichnung, erreicht eine Länge von bis zu 90 Zentimetern und ist neben der Kreuzotter die zweite Art in Deutschland und der Schweiz, die giftig ist. "In Landshut ist sie jedoch nicht heimisch, sie lebt eigentlich im südlichen Schwarzwald", so Dort. Wie die Viper nach Landshut kam, ist nach wie vor unklar. Die Frau, die sie fand, vermutet, sie habe sie über ihren Rucksack ins Haus gebracht – wie sie jedoch dort hinein kam, weiß keiner. Vermutlich wurde sie ausgesetzt, so Dort.

Offenbar ist 2020 das Jahr der Schlange für die Region Landshut. Schon wieder ist ein kleines Exemplar gefunden worden, das bei uns nicht heimisch ist

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