Auf Verbrecherjagd im Öko-Stil - Verfolgungsjagden sind noch nicht drin

In Landshut testet die Polizei derzeit ein E-Auto: Einen echten Einsatz wird es aber so schnell nicht geben.
| Ingmar Schweder
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Das Auto ist polizeitauglich ausgestattet, mit Funk und Navigationsgerät. Dennoch bietet es für die Standard-Schutzausstattung zu wenig Platz.
Ingmar Schweder 2 Das Auto ist polizeitauglich ausgestattet, mit Funk und Navigationsgerät. Dennoch bietet es für die Standard-Schutzausstattung zu wenig Platz.
Stefan Scheibenzuber hat es sich bequem gemacht. Das Elektroauto fährt sich sehr gut. Leider hat es für einen Streifenwagen zu wenig Leistung.
Ingmar Schweder 2 Stefan Scheibenzuber hat es sich bequem gemacht. Das Elektroauto fährt sich sehr gut. Leider hat es für einen Streifenwagen zu wenig Leistung.

In Landshut testet die Polizei derzeit ein E-Auto: Einen echten Einsatz wird es aber so schnell nicht geben. 

Landshut - Ein bisschen geschaut wird schon, wenn die Polizei mit Landshuts erstem elektronischem Einsatzwagen - einem BMW i3 - durch die Straßen fährt.

Diese Erfahrung macht derzeit Helmut Eibensteiner, Leitender Polizeidirektor der PI Landshut: "Wir standen in der Seligenthaler Straße an der Ampel und ein Händler baute seinen Gemüsestand auf. Er sah uns, ging zurück und schaute etwas ungläubig auf's Kennzeichen."

BMW i3 für den Streifendienst ungeeignet

An Elektroautos im Streifendienst wird man sich aber nicht so schnell gewöhnen müssen. Der BMW i3 gehört zwar seit Oktober 2017 zum Fuhrpark des Polizeipräsidiums Straubing und darf nun noch bis Ende Juni von der Landshuter Polizeiinspektion auf seine Tauglichkeit getestet werden: Für den Streifendienst ist der BMW i3 aber ungeeignet, so das Fazit der Polizei.

Die Nachteile des Autos überwiegen aktuell noch deutlich die Vorteile. Das liegt an der Leistung und der geringen Größe des Autos.

Der BMW i3 schafft nur etwa 150 Stundenkilometer bei einer maximalen Reichweite von 200 Kilometern - und fällt deshalb für Einsatz- und Verfolgungsfahrten grundsätzlich durch. Auch Gefangenentransporte sind wegen der geringen Größe nicht möglich. Zudem bietet es zu wenig Stauraum für die Standard-Schutzausstattung eines Streifenwagens.

Zu wenig "Wumms"

Aufgeschlossen dem Thema Elektromobilität gegenüber bleibt die Polizei dennoch: Genutzt wird das Auto für Fahrten zu Besprechungen oder Vermittlungen, auch Einsatzorte werden angefahren - und das alles ohne Emissionsausstoß.

So könnten E-Autos in Zukunft auch bei der Polizei ein echtes Thema werden, wenn auch zunächst nicht für die ganz großen Einsätze. Da brauchen die E-Polizeiautos deutlich mehr "Wumms" unter der Haube.

Die Polizei testet noch bis Ende Juni das erste elektronische Polizeiauto Niederbayerns. Ihr Fazit fällt grundsätzlich positiv aus. Wären Polizisten im Einsatz nicht auf etwas mehr "Wumms" angewiesen.

<strong>Mehr News aus Landshut lesen Sie hier</strong>

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren