Ansteckung ausgeschlossen! Corona-Krapfen mitsamt "Impfstoff"

In der Bäckerei Gschaider in Landshut impft der Bäcker. Der neue Motto-Krapfen erinnert an das Coronavirus und hilft gegen Heißhunger.
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Stefan und Birgit Gschaider mit ihrem Corona-Spritz-Krapfen.
Stefan und Birgit Gschaider mit ihrem Corona-Spritz-Krapfen. © Christine Vincon

Landshut - In der Bäckerei Gschaider an der Schwimmschulstraße, ist bereits seit ein Uhr nachts reger Betrieb in der Backstube. Stefan Gschaider (45), Bäckermeister und Chef des Familienbetriebs in vierter Generation, hat bis zur Öffnung des Ladens um 5.30 Uhr viel vorzubereiten.

Motto-Krapfen: Spritze mit Gin-Tonic-Impfung

Neben Broten, Semmeln, Brezen, Kuchen und allerlei Gebäck, stehen ab 3 Uhr morgens Krapfen auf seinem Backplan. Die gefüllten Süßspeisen werden vor allem in der Faschingszeit gerne und viel gegessen. Krapfen hat Gschaider in seinen 20 Jahren als Bäckermeister deshalb schon unzählige gebacken. Doch um den Krapfenhunger seiner Kunden zu stillen, muss sich der Bäcker jedes Jahr auf Neue kreativ zeigen. Rund zehn verschiedene Sorten backt Gschaider deshalb in der Faschingszeit - und zwar täglich. Jedes Jahr kommt ein ganz spezieller Mottokrapfen dazu.

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So hat es dieses Jahr ein Exemplar in die Auslage der Bäckerei geschafft, der optisch an das Coronavirus erinnert. Das Gebäck ist mit auffälligen rosafarbenen oder wahlweise grünen Punkten gesprenkelt. Ansteckend ist der Viruskrapfen aber nicht, der Impfstoff wird von den Gschaiders nämlich gleich in Form einer Spritze mitgeliefert. "In der Spritze, die in den Krapfen steckt, ist eine Mischung aus Gin-Tonic und Gelierzucker", sagt Stefan Gschaider. Mit der Dosis in der Spritze kann der Krapfen dann "geimpft" und anschließend vertilgt werden.

Bäckerei in Landshut wird kreativ: Corona-Spritz-Krapfen

Die Idee zum Corona-Spritz-Krapfen, so heißt das Gebäck nämlich genau, kam Stefan Gschaider mit seiner Frau Birgit (41) und sei dieses Jahr eigentlich naheliegend gewesen. "Es dreht sich gerade nun mal alles um Corona und um den Impfstoff", sagt Stefan Gschaider. Spritzen bestellte das Paar kurzerhand im Internet, dann setzten sie sich an das Rezept für den süßen Krapfenimpfstoff. "Da die Dosis tatsächlich Alkohol enthält, ist er leider für Kinder nicht geeignet", sagt Stefan Gschaider.

Da aber gerade auch Kinder die Krapfenvariante mit der Spritze in der Auslage äußerst anziehend finden, haben die Gschaiders als jugendfreie Alternative Spritzen mit Marmelade, wahlweise Himbeere und Johannisbeere oder Aprikose, da. Stefan Gschaider: "Leider fällt der Fasching dieses Jahr aus. Wir hoffen, dass unsere Krapfen etwas die düsteren Gedanken vertreiben können."

Auch Birgit Gschaider hofft, dass der Fasching nächstes Jahr wieder stattfinden kann - ganz ohne Corona und dann auch mit einem Mottokrapfen ohne Viruselemente. Vielleicht entwirft ja dann bereits Sohn Felix (9) den Faschingsmottokrapfen 2022 der Bäckersfamlie Gschaider. Brezen und Brotbacken, das kann Felix nämlich schon.

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