Altheim: Zwei Rehe aus eisigem Stausee gerettet

Zwei Rehe werden durch Passanten aufgeschreckt und stürzen in einen Stausee. Die Tiere wohnen nach ihrer Rettung nun erst mal bei der Jagdpächterin.
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Eines der beiden Rehe wird von den Maltesern versorgt und vor dem eisigen Wind geschützt.
Eines der beiden Rehe wird von den Maltesern versorgt und vor dem eisigen Wind geschützt. © Malteser

Altheim – Zu einem alles andere als alltäglichen Einsatz sind die Malteser am vergangenen Freitag ausgerückt. Zwei Rehe waren in eine prekäre Lage geraten, aus der sie sich selbst nicht mehr befreien konnten.

 

Um 16.47 Uhr wurde die Besatzung des Rettungswagens durch die Integrierte Rettungsleitstelle Landshut zur Absicherung der Feuerwehr zu einem Wasserrettungseinsatzes am Altheimer Stausee gerufen. Dabei lag folgendes Meldebild vor: "Tierrettung, Reh in Stausee".

Jagdpächterin nahm sich der Rehe an

Bei Eintreffen wurden die Malteser bereits von der Feuerwehr erwartet und umgehend unterrichtet, dass es sich bei den "Verunfallten" tatsächlich um gleich zwei Rehe handelt. Eines war bereits von den Feuerwehren Altheim und Essenbach in einer für die Einsatzkräfte nicht ungefährlichen Aktion aus dem eisigen Wasser gerettet worden. Während sich die Feuerwehr um das zweite Tier im Stausee kümmerte, wurden die Malteser mit der Betreuung des erstgeretteten Rehes beauftragt. Der "Patient" lag am Ufer, war auf einem Spineboard mit leichten Gurten fixiert und wurde dort mit Wolldecken sowie einer Rettungsdecke so gut wie möglich gewärmt, um das Reh vor dem eisigen Wind und dem Erfrieren zu bewahren.

Kurz darauf traf die Jagdpächterin ein, die erklärte, dass es sich bei dem jungen Reh um einen sogenannten "Jährling" handelt, weshalb ein Abschuss nicht in Frage komme, stattdessen sehr wohl eine Überlebenschance bestehe. Ermutigt durch diese Einschätzung, fassten die Malteser den Entschluss, den "Geretteten" so schnell wie möglich aus der eisigen Umgebung zu bringen, da sonst ein Erfrieren nicht zu verhindern gewesen wäre.

Spaziergänger erschreckten wohl die Tiere

Die Malteser rieben das Reh mit Tüchern trocken, was es sich offensichtlich nicht nur wegen der Schockstarre geduldig gefallen ließ. Die Jagdpächterin erklärte sich schließlich bereit, beide Rehe vorübergehend bei sich aufzunehmen.

Die beiden Rehe wurden wohl durch Spaziergänger aufgeschreckt und sind in panischem Fluchtreflex in den Stausee gestürzt. Darum bittet die Jagdpächterin eindringlich, nicht die festen Wege zu verlassen, um den Wildtieren die lebensnotwendige Winterruhe zu ermöglichen.

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