Landrat verlangt Aufklärung über Sicherheit von Zwischenlagern
Landshut - Angesichts der Anweisung des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), die Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland durch zusätzliche Schutzmaßnahmen sicherer zu machen stellten sich „sehr viele Fragen“, sagte Eppeneder der Nachrichtenagentur dapd.
„Warum im Nachhinein jetzt diese Ummauerung? Hat man neue Erkenntnisse im Bereich Sicherheit oder hat man Erkentnisse oder Befürchtungen wegen Terroranschlägen?“ Der Landrat fügte hinzu: „Und dann stellt sich für mich noch die letzte Frage: Warum wurden der Landrat und der Bürgermeister nicht im Vorfeld informiert?“
Diese Fragen wolle er jetzt beantwortet haben von den zuständigen Ministerien auf Bundes- und Landesebene. Eppeneder zeigte sich „sehr verärgert“ über den schlechten Informationsfluss. Weder die Politik noch der Betreiber hätten ihn und den Niederaichbacher Bürgermeister Josef Haselbeck (CSU) über die geplanten Mauern um die Zwischenlager informiert.
Sie hätten davon von Journalisten erfahren. Dabei sei er doch als politisch Verantwortlicher verpflichtet, den Bürgern, die in der Nähe des Kernkraftwerks lebten, zu sagen, was geplant ist. Der Landrat warf den Ministerien in Bund und Land vor, eine solche Vorgehensweise schwäche das Vertrauen der Bürger in die Politik.
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