Landesausstellung soll mit Verspätung beginnen

Seit Jahren wird die diesjährige Landesausstellung in Schwaben geplant. Durch die Corona-Krise stand das Großprojekt auf der Kippe. Nun soll es doch noch stattfinden - mit Einschränkungen.
| dpa
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Außenansicht des Wittelsbacher Schlosses in Friedberg. Foto: E. Diehl/Stadt Friedberg/dpa/Archivbild
dpa Außenansicht des Wittelsbacher Schlosses in Friedberg. Foto: E. Diehl/Stadt Friedberg/dpa/Archivbild

Aichach (dpa/lby) - Nach der Corona-Zwangspause soll die diesjährige Bayerische Landesausstellung nun am 10. Juni eröffnet werden. Dies kündigte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Donnerstag in Aichach an. Die Ausstellung soll in der schwäbischen Kreisstadt sowie im Wittelsbacher Schloss im benachbarten Friedberg bis zum 8. November laufen. Ursprünglich sollte die Landesausstellung mit dem Titel "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" bereits am 28. April starten.

Vor der Ausstellung soll bereits in der kommenden Woche, am 19. Mai, das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg wiedereröffnet werden. Dort sei die Zeit der Schließung genutzt worden, um Baumängel zu beseitigen und die Dauerausstellung zu erneuern, berichtete der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl.

Im Fall der Landesausstellung im Kreis Aichach-Friedberg sind die Ausstellungsräume zwar bereits seit Wochen fertig, doch die 150 Exponate von Museen aus Deutschland und aus sechs weiteren europäischen Ländern wurden wegen der Krise nicht mehr nach Schwaben gebracht. Dies werde nun in den kommenden Wochen geschehen, erklärte Loibl. Die Landesausstellung sei damit eines der ersten Ausstellungs-Großprojekte in Europa, die nach dem Lockdown wieder hochfahren.

Im Regensburger Museum und bei der Landesausstellung gelten strenge Hygienevorschriften. Besucher müssen Masken tragen, Gruppenbildung ist untersagt, und die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher wird beschränkt. Da somit nur etwa 100 Menschen gleichzeitig in die Landesausstellung dürfen, müssen Interessierte mit Wartezeiten vor den Kassen rechnen.

In der bis zum 8. November geplanten Ausstellung soll gezeigt werden, wie die Wittelsbacher Herzöge ab dem 13. Jahrhundert durch die Gründung und Förderung von Städten und Märkten Bayern umgestalteten und ihre Macht sicherten. Loibl sagte, er könne überhaupt nicht einschätzen, wie sich die Einschränkungen auf die Besucherzahl auswirken werden. Normalerweise rechnen die Organisatoren mit wenigstens 100 000 Besuchern pro Landesausstellung.

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