LGL-Chef Zapf wechselt nach Panne ins Gesundheitsministerium

Nach der schweren Panne im Umgang mit Corona-Tests bei Reiserückkehrern wechselt der Leiter des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, ins bayerische Gesundheitsministerium. Das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag bekannt.
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Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
dpa Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München/Erlangen - Nach der schweren Panne im Umgang mit Corona-Tests bei Reiserückkehrern wechselt der Leiter des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, ins bayerische Gesundheitsministerium. Das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag bekannt. Zudem soll der Betrieb der kommunalen Testzentren künftig vom Innenministerium aus gesteuert werden. Dieses sei näher an den Kommunen, sagte Söder. Das Landesamt in Erlangen erhalte 100 neue Kräfte, um die Flut von Arbeit künftig besser stemmen zu können.

Der Internist und Familienvater Zapf hat das in Erlangen angesiedelte Landesamt seit zwölf Jahren geleitet. Zuvor war er unter anderem als Arzt in Gesundheitsämtern sowie im bayerischen Gesundheitsministerium eingesetzt worden. Seit Juni ist Zapf auch Honorar-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. An der LGL-Spitze soll ihn der Regierungsvizepräsident von Oberbayern, Walter Jonas, ersetzen.

Die Behörden im Freistaat hatten es nicht geschafft, Zehntausenden auf das Corona-Virus getesteten Reiserückkehrern rechtzeitig ihre Testergebnisse zu übermitteln. Im Ergebnis erhielten mindestens 900 positiv auf das hochansteckende Virus Getestete zum Teil weit über eine Woche keine Nachricht - mit der Gefahr, dass sie ohne Wissen über ihre Infektiosität weitere Menschen ansteckten. Zapf hatte am Mittwoch eingeräumt, die Behörden hätten die Zahl der Tests bei weitem unterschätzt und seien überrollt worden.

Die Testzentren an Autobahnraststätten an der Grenze zu Österreich, an Flughäfen und an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg waren zum Ferienstart in Bayern in Windeseile aus dem Boden gestampft worden. Das Bayerische Rote Kreuz hatte zunächst mit Freiwilligen die Organisation übernommen und später bemängelt, es hätte mehr Vorbereitungszeit benötigt.

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