Ladendiebstähle: Mehr Diebesbanden, höherer Schaden

München (dpa/lby) - In Bayern sind immer mehr organisierte Diebesbanden unterwegs - auch der Gesamtschaden durch gestohlene Ware ist gestiegen. Und das, obwohl die Anzahl der gemeldeten Diebstähle insgesamt leicht rückgängig ist, wie der der Handelsverband Bayern (HBE) am Freitag mitteilte.
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Eine Frau steckt eine Kamera in ihre Jacke. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa
dpa Eine Frau steckt eine Kamera in ihre Jacke. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

München (dpa/lby) - In Bayern sind immer mehr organisierte Diebesbanden unterwegs - auch der Gesamtschaden durch gestohlene Ware ist gestiegen. Und das, obwohl die Anzahl der gemeldeten Diebstähle insgesamt leicht rückgängig ist, wie der der Handelsverband Bayern (HBE) am Freitag mitteilte. So wurden im Jahr 2018 Artikel im Wert von etwa 348 Millionen Euro gestohlen. Vor allem kleine und teure Waren seien beliebt bei den Dieben. Dazu gehören laut Handelsverband Rasierklingen, Kosmetik, Tabakwaren, Konsolenspiele oder auch Dessous.

Im vergangenen Jahr wurden in Bayern insgesamt 32 873 Ladendiebstähle gemeldet. Damit sei die Zahl der Anzeigen um 0,6 Prozent zurückgegangen. Von einem Trend könne man trotzdem nicht ausgehen: "Die Zahlen sind nur die Spitze des Eisberges, denn die Dunkelziffer liegt bei über 90 Prozent", warnte HBE-Sprecher Bernd Ohlmann.

Mindestens ein Viertel aller Ladendiebstähle gehe aufs Konto von Diebesbanden, schätzt der HBE. Die Banden sind laut Handelsverband so organisiert, dass durch gezielte Auswahl der Gegenstände und durch Aufgabenteilung schnell geklaut werden könne. Auch der Weiterverkauf der Waren sei professionell organisiert.

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