Kunstpreis für Jazzmusiker Wollny

Der international bekannte Jazzpianist Michael Wollny erhält den Bayerischen Kunstpreis in der Sparte "kreatives Schaffen". Wissenschaftsminister Markus Blume würdigte den 1978 in Schweinfurt geborenen und bereits vielfach geehrten Musiker als bayerischen Botschafter des Jazz. Verliehen werden soll die Auszeichnung am 12. November in München. Die Staatsregierung verleiht die mit je 10.000 Euro dotierten Kunstpreise in acht Kategorien, außerdem gibt es einen undotierten Ehrenpreis des Ministerpräsidenten.
Auftritte und Alben mit bekanntesten europäischen Jazzmusikern
Wollny zählt seit Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Jazzmusikern. Studiert hat er ehedem ebenfalls in Unterfranken, und zwar an der Würzburger Musikhochschule, die er laut Ministerium 2004 mit dem Meisterklassendiplom verließ. Alben aufgenommen hat Wollny unter anderem mit dem schwedischen Posaunisten und Sänger Nils Landgren, dessen Landsmann und Bassisten Lars Danielsson und dem französischen Akkordeonisten Vincent Peirani.
Zudem ist er Professor für Jazz und Popmusik an der Musik- und Theaterhochschule Leipzig. "Seine Finger beherrschen das Klavier, seine Fantasie kennt kaum Grenzen", rühmte Minister Blume den Pianisten.
Der Bayerische Kunstpreis reiht sich ein in die Vielzahl von Auszeichnungen, die Wollny in den vergangenen zwei Jahrzehnten zuteilwurden, auch vom Freistaat beziehungsweise heimischen Einrichtungen. So war der Jazzpianist bereits Träger des bayerischen Kunstförderpreises, des bayerischen Staatspreises für Musik und des Kulturpreises Bayern. Jenseits der bayerischen Grenzen wurde er unter anderem 2015 von der Académie du Jazz in Paris zum "European Jazz Musician of the Year" gekürt.