Kritik an Eishockey-Profis: "Populistischer Kokolores"

Clubchef Lothar Sigl von den Augsburger Panthern wehrt sich gegen Kritik am erzwungenen Gehaltsverzicht der Spieler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Dazu schimpfte der 63-Jährige deutlich über die Reaktion einiger Profis.
| dpa
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Augsburg - Clubchef Lothar Sigl von den Augsburger Panthern wehrt sich gegen Kritik am erzwungenen Gehaltsverzicht der Spieler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Dazu schimpfte der 63-Jährige deutlich über die Reaktion einiger Profis. "Das ist etwas aus dem Ruder gelaufen, da ist viel populistischer Kokolores erzählt worden. Was mich persönlich beleidigt, ist, wenn von Nötigung und Erpressung die Rede ist. Da hört der Spaß auf", sagte Sigl der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag).

Der Geschäftsführer der Panther beschwerte sich zudem über den Zeitpunkt der Ankündigung der Olympia-Silbergewinner Moritz Müller (Köln) und Patrick Reimer (Nürnberg), "ausgerechnet jetzt, in der größten Krise" eine Spielergewerkschaft gründen zu wollen: "Das halte ich für fragwürdig."

Müller und Reimer hatten indes schon länger angekündigt, eine Spielergewerkschaft gründen zu wollen - unabhängig vom Gehaltsverzicht, den die Liga zur Voraussetzung für eine Lizenzerteilung gemacht hatte.

Sigl widersprach dem. "Das war kein Ausschlusskriterium. Dafür ist das ganze Thema zu wichtig, als dass man das an einer Formalität scheitern lässt", sagte er. DEL-Chef Gernot Tripcke hatte allerdings selbst angekündigt, dass Lizenzen verweigert würden, wenn diese zwar einen ausgeglichenen Haushalt, aber keinen Gehaltsverzicht der Spieler nachweisen könnten. Um eine Lizenz zu erhalten, müssen die Clubs belegen, dass ihre Spieler auf 25 Prozent des Gehalts verzichten. Trainer und Funktionäre der Clubs sind davon ausgenommen.

Augsburg ist neben Bremerhaven das einzige Team, das bislang offiziell eine Einigung erzielt hat. Nach Sigls Angaben haben auch Iserlohn und Wolfsburg die entsprechenden Unterschriften zusammen.

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