Kreuzfahrtschiff "Global Dream": Achterbahn im Probebetrieb

Das Kreuzfahrtschiff «Global Dream» der MV-Werften wird weiter gebaut. Von 2021 an sollte es Tausende Passagiere aufnehmen. Doch die Corona-Krise ließ diese Zeitpläne vorerst platzen. An der spektakulären Achterbahn wird trotzdem weitergearbeitet.
| dpa
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Eine Achterbahn für das Kreuzfahrtschiff "Global Dream" steht im Gewerbegebiet. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
dpa Eine Achterbahn für das Kreuzfahrtschiff "Global Dream" steht im Gewerbegebiet. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Güstrow/München - Beim Bahnhof Güstrow-Primerburg rauschen Waggons über eine 303 Meter lange Achterbahn. Doch in der Provinz Mecklenburg-Vorpommerns entsteht kein neuer Freizeitpark, vielmehr erprobt die Münchner Firma Maurer Rides ihr neuestes Produkt, wie Projektleiter Marco Hartwig berichtete. Die Achterbahn soll künftig auf dem riesigen Kreuzfahrtschiff "Global Dream" zum Amüsement von rund 10 000 Passagiere beitragen - wenn das Schiff fertig gebaut ist und ausgeliefert sein wird.

"Wir überprüfen gerade, ob unsere Software und Anlagensteuerung einwandfrei funktioniert", sagte Hartwig. Bei diesem Typ Achterbahn handele es sich um einen sogenannten "Spike Coaster", bei dem der Fahrgast das Tempo selbst bestimmen kann. In den Fahrzeugen, bei denen jedes über einen eigenen Elektromotor verfügt, sind zwei Sitze hintereinander angeordnet. Der Vordermann könne wie bei einem Motorrad die Beschleunigung steuern, berichtete Hartig.

Dementsprechend dauere ein Fahrt zwischen 40 und 50 Sekunden, "je nachdem wie mutig die Fahrer sind." Diese interaktive Technik sei bisher noch nicht eingesetzt worden. Das besondere Problem bei einem Schiff, der Wellengang, könne mit den Elektromotoren gelöst werden. "Die Kraftübertragung ist an jeder Stelle der Bahn gewährleistet."

Die "Global Dream" liegt derzeit in der Wismarer Werft. Ursprünglich sollte das 342 Meter lange Schiff 2021 in See stechen, es ist für den asiatischen Markt ausgelegt. Doch die Corona-Krise hat alle Planungen über den Haufen geworfen. Aktuell werde in Wismar in einem Notbetrieb mit rund 250 Beschäftigten pro Schicht gearbeitet, berichtete ein Werftsprecher. Die rund 1,5 Milliarden Euro teure "Global Dream" ist für bis zu 9500 Passagiere sowie 2200 Crewmitglieder ausgelegt.

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