Kreisjäger-Chef rät nach möglicher Puma-Sichtung zu Ruhe

Nach der möglichen Sichtung eines freilaufenden Pumas in der Nähe des Münchner Flughafens rät der Vorsitzende der Kreisjägerschaft zur Ruhe. "Bitte nicht aktiv nach dem Tier suchen und stattdessen die Behörden ihre Arbeit machen lassen", sagte Thomas Schreder der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Nachts würde ich das Gebiet auch für Spaziergänge erst mal eher meiden. Hunde sollte man auch tagsüber nicht frei laufen lassen."
Panik sei sicher nicht angebracht, betonte Schreder. "Aber wenn es ein Puma sein sollte, ist das eben auch kein ungefährliches Tier." Wer seinen Hund ohne Leine in dem Gebiet bei Oberding (Landkreis Erding) laufen lasse, provoziere möglicherweise "das, was wir nicht wollen - einen Konflikt". Nach seiner Einschätzung mit Blick auf die Aufnahmen des fraglichen Tiers handle es sich auch nicht um eine heimische Großkatze.
Nach der Sichtung bereitete die Polizei am Mittwochnachmittag eine größere Suchaktion mit einem Hubschrauber und Drohnen im Notzingermoos vor. Das Gebiet solle so von oben abgesucht werden, zudem seien Streifenwagen unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin. "Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen", sagte sie.
Mehrere Jäger im Landkreis könnten auch mit Wärmebild-Drohnen bei der Suche unterstützen, sagte Schreder. Bisher seien die Behörden diesbezüglich aber nicht auf die Jäger zugekommen.