Krebs in Bayern auf dem Vormarsch

Häufigste Krebsarten nehmen weiter zu – Bayern liegt über dem Bundesdurchschnitt. Die Krankenkasse KKH mahnt zur Früherkennung.
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Diagnose Brustkrebs: Diese Krebsart ist gewaltig auf dem Vormarsch – in Bayern um mehr als 45 Prozent.
dpa Diagnose Brustkrebs: Diese Krebsart ist gewaltig auf dem Vormarsch – in Bayern um mehr als 45 Prozent.

München - Ob Brustkrebs, Prostata-, Darm- oder Lungenkrebs: Bei den häufigsten Krebsarten von Frauen und Männern steigt die Zahl der Behandelten in Bayern laut aktuellen Versichertendaten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) deutlich an.

So zeigt ein Blick auf die jeweils häufigste Krebsart bei Frauen bzw. Männern: Die Anzahl an Versicherten, die von 2006 bis 2012 wegen Brustkrebs behandelt wurden, nahm um 45 Prozent zu, die der wegen Prostatakrebs Versorgten um 55 Prozent. Damit liegt Bayern über dem bundesdurchschnittlichen Plus von 40 Prozent bei Brustkrebs, sowie von 50 Prozent bei Prostatakrebs.

490000 Menschen erkranken in Deutschland laut der Deutschen Krebshilfe jedes Jahr neu an Krebs. Nach Expertenschätzungen wird sich die Zahl der Krebserkrankungen bis 2050 – insbesondere auch wegen der älter werdenden Gesellschaft – um ein Drittel erhöhen. Denn neben dem Konsum von Tabak und Alkohol, ungesunder Lebens- und Ernährungsweise, genetischen Faktoren sowie auch umweltbedingten Belastungen, zum Beispiel durch UV-Strahlen, erhöht vor allem ein fortgeschrittenes Alter das Erkrankungsrisiko für fast alle Krebsarten erheblich.

So erhalten immer mehr ältere Menschen die Diagnose Krebs. Etwa Lungenkrebs, die dritthäufigste Krebsart bei Frauen und Männern in Deutschland. Hier verdoppelte sich der Anteil der 70- bis 74-Jährigen an Krebs Erkrankten seit 2006 bundesweit nahezu (plus 98 Prozent).

„Krebsfrüherkennung ist das A und O, denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung“, sagt Patric Stamm vom KKH-Serviceteam in München. „Daher sollten gesetzlich Krankenversicherte regelmäßig die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen."

So haben Frauen ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane, ab 30 auf die Untersuchung der Brust.Männer ab 45 Jahren können einmal pro Jahr Maßnahmen zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Prostata und des äußeren Genitals wahrnehmen. Kassenpatienten ab 35 Jahren können alle zwei Jahre ein Hautscreening vornehmen lassen sowie ab 50 Früherkennungsuntersuchungen des Darms.

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