Krankenkasse: Mehr Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Die Gesellschaft wird älter, mehr Menschen bekommen die Diagnose Demenz. Das wirkt sich einem Bericht nach auch auf Krankenhäuser aus.
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Die Gesellschaft wird älter, mehr Menschen bekommen die Diagnose Demenz. Das wirkt sich einem Bericht der Barmer nach auch auf Krankenhäuser aus. (Symbolbild)
Die Gesellschaft wird älter, mehr Menschen bekommen die Diagnose Demenz. Das wirkt sich einem Bericht der Barmer nach auch auf Krankenhäuser aus. (Symbolbild) © Alexander Heinl/dpa
München

Mit der wachsenden Zahl an Menschen mit Demenz in Bayern nimmt auch die Zahl derjenigen Demenzpatienten zu, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Das geht aus dem Barmer-Krankenhausreport hervor. Die Kasse rechnet zwischen 2023 und 2040 mit einem Anstieg von 161.700 auf 176.500 Fälle.

Aktuell leben dem Bericht nach im Freistaat rund 255.300 Menschen mit der Diagnose Demenz, 2040 sollen es 335.300 Menschen sein.

Besonders häufig würden demenzerkrankte Patientinnen und Patienten wegen Herzinsuffizienz, Oberschenkelhalsbruch oder Dehydration stationär behandelt. Schon heute seien in Bayern mehr als sieben Prozent aller Patientinnen und Patienten im Krankenhaus von Demenz betroffen, heißt es.

Klinikaufenthalt belastend für Demenzkranke

"Für Betroffene ist ein Klinikaufenthalt besonders belastend, nicht nur wegen des ungewohnten Umfeldes, sondern auch wegen des ständigen Wechsels der pflegerischen und ärztlichen Versorgung", sagt Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer. Ziel müsse sein, Krankenhausaufenthalte von Menschen mit Demenz zu vermeiden - etwa durch Sturzprävention, Mobilitätsförderung und der Anpassung des häuslichen Umfeldes.

Wie aus dem Krankenhausreport hervorgeht, sind im Jahr 2023 in 53 Prozent der Fälle Demenzpatienten als Notfall, zum Beispiel wegen eines Sturzes, im Krankenhaus aufgenommen worden. Unter allen Krankenhauspatienten ab 65 Jahren sei der Notfallanteil mit 36 Prozent deutlich darunter gelegen.

Auch für das Klinikpersonal sei Demenz bei Patienten mit Herausforderungen verbunden. Zum Beispiel könne das Erkennen eines Delirs, also eines Zustandes starker Verwirrtheit, bei Demenzpatienten schwierig sein. Ein Delir werde unter Umständen für eine normale Verhaltensauffälligkeit bei Demenz gehalten, sei aber eine eigenständige, potenziell lebensgefährliche Komplikation. 

Kindshofer fordert "demenzsensible Krankenhausstrukturen, die sowohl baulich, organisatorisch als auch multiprofessionell den Besonderheiten des Krankheitsbildes entsprechen". Grundlegend dafür wäre eine bundesweit gültige Definition darüber, wie diese Strukturen aussehen sollten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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