Kovac, Ricken und Schlotterbeck rühmen BVB-Mentalität

Rund um Borussia Dortmund gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Mentalitäts-Debatten. Nach dem 2:2 im Topspiel in München werden Haltung und Widerstandskraft besonders hervorgehoben.
dpa |
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Dortmunder Jubel nach dem späten 2:2 von Fabio Silva (M).
Dortmunder Jubel nach dem späten 2:2 von Fabio Silva (M). © Sven Hoppe/dpa
München

Trainer, Boss und Kapitän von Borussia Dortmund haben den Punktgewinn im Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern München als deutliches Zeichen einer besonderen Mentalität im aktuellen BVB-Team eingeordnet. In den vergangenen Jahren hatte es oftmals Mentalitätsdebatten gegeben. 

"Es hat mir gefallen, dass die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat. Es ist schon seit längerer Zeit sehr unangenehm, gegen Borussia Dortmund zu spielen. Das haben wir uns erarbeitet. Es freut mich für die Fans. Sie feiern das auf dem langen Weg nach Hause wahrscheinlich wie einen Sieg", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem hart erkämpften 2:2 (0:1) in München.

Mit jeweils 18 Punkten liegen die beiden Erzrivalen in der Tabelle weiter gleichauf vorne. Trainer Niko Kovac war sehr zufrieden: "Natürlich sind Punkte in München keine Selbstverständlichkeit, im Gegenteil. Also wir haben jetzt einen Punkt mehr, als wir das in der letzten Saison gehabt haben." Da hatten die Dortmunder beide Ligaspiele gegen den deutschen Rekordmeister verloren.

"Die Mannschaft hat sich aufgeopfert"

"Die Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute dran geglaubt, hat gekämpft, hat sich aufgeopfert und ist nach zwei Rückständen auch immer wieder zurückgekommen", lobte Kovac nach den Toren von Serhou Guirassy und Joker Fabio Silva. "Das zeigt, welche Mentalität die Mannschaft besitzt, welche Kraft, welche Energie", sagte der ehemalige Bayern-Coach. 

Was bedeutet der Auftritt beim deutschen Meister für die weitere Saison? Darauf antwortete Kovac in der Pressekonferenz zurückhaltend: "Es ist erst der achte Spieltag. Wir sind immer noch punktgleich. Aber ich schaue gar nicht auf die Position, sondern ich versuche erstmal, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt. Das macht sie."

Schlotterbeck lobt: Keine Ehrfurcht vor Bayern

Kapitän Nico Schlotterbeck betonte ebenfalls die Fortschritte seiner in dieser Saison in der Bundesliga noch ungeschlagenen Mannschaft. "Wir haben echt gut gespielt", sagte der Nationalverteidiger und benannte einen Unterschied zu Spielen in der Vergangenheit gegen die Bayern: "Wir waren selbstbewusst. Wir hatten Respekt vor dem Gegner, aber keine Ehrfurcht." 

Man habe sich das Unentschieden "durch den Lucky Punch" von Angreifer Silva in der 89. Minute absolut verdient. "Ein Punkt bei Bayern ist schon mal gut. Natürlich ist nicht alles perfekt, aber es wird besser. Wir stehen überall gut da. Jetzt müssen wir dranbleiben."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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