Kommunalwahlen in Bayern starten ruhig bei Frühlingswetter

Bei schönstem Frühlingswetter und ohne besondere Vorkommnisse sind am Morgen die Kommunalwahlen in den großen bayerischen Städten gestartet. Bis 10.00 Uhr hatten etwa in den Augsburger Stimmbezirken durchschnittlich 6 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, in Würzburg im Schnitt 4,2 Prozent. Nürnberg meldete eine Beteiligung von 9,5 Prozent, allerdings floss hier die Briefwahl anteilig ein.
Das seien übliche Werte, teilten die Wahlämter auf Anfrage mit. Besondere Vorkommnisse gab es den Angaben zufolge nicht. Die Lage sei ruhig, hieß es überall.
In München wurden alle ausgestellten Wahlscheine für Briefwahlen einbezogen. Hier meldete das Wahlamt bis 9.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 33,2 Prozent, geringfügig höher als bei der Kommunalwahl 2020 (31,5 Prozent). Ausgewertet wurden hier allerdings exemplarisch nur die Stimmen für die Wahl des Oberbürgermeisterpostens. Die Unterschiede etwa zur Wahl des Stadtrats seien aber nur klein, sagte eine Sprecherin.
Fast 40.000 Mandate in ganz Bayern
Bayernweit werden bei der Kommunalwahl 39.300 Mandate vergeben. Die Zahl der zu wählenden Sitze in den Kommunalparlamenten richtet sich jeweils nach der Einwohnerzahl.
Rund 10,05 Millionen Menschen in Bayern sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen sowie Staatsbürger eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens zwei Monaten in der jeweiligen Kommune ihren Lebensschwerpunkt haben. Es dürfen also mehr Menschen wählen als bei Landtagswahlen oder Bundestagswahlen.