Kommt Quelle unter die Räder?

Der Betriebsrats-Chef warnt: „Bei einer Insolvenz von Arcandor zieht’s uns mit runter“
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Bei der Mitarbeiter-Demo am Mittwoch kämpften Karstadt- und Quelle-Beschäftigte gemeinsam um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.
Berny Meyer Bei der Mitarbeiter-Demo am Mittwoch kämpften Karstadt- und Quelle-Beschäftigte gemeinsam um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Der Betriebsrats-Chef warnt: „Bei einer Insolvenz von Arcandor zieht’s uns mit runter“

NÜRNBERG Bei der Diskussion über die Zukunft des Handelskonzerns Arcandor (ehemals KarstadtQuelle) gerät die Versandsparte nach Auffassung des Betriebsrats zunehmend ins Abseits. „Es konzentriert sich alles auf die Warenhäuser. Wir befürchten, dass Quelle unter die Räder kommt“, sagte der Gesamtbetriebsrats-Chef Ernst Sindel, der auch im Aufsichtsrat von Arcandor sitzt.

Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass Arcandor trotz der Vorbehalte der EU-Kommission Staatshilfen erhalten könnte. Die Kommission hatte erhebliche Zweifel daran geäußert, dass Arcandor erst seit der Finanzkrise in finanziellen Problemen steckt.

Quelle schreibt wieder schwarze Zahlen

Die ehemalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli – jetzt Europa-Kandidatin der Freien Wähler – hat sich generell gegen Staatshilfen für in die Krise geratene Unternehmen ausgesprochen: „Der Staat soll das Geld lieber in zukunftsträchtige Bereiche investieren“, etwa „in die Förderung von neuen Technologien oder erneuerbaren Energien“.

Arcandor hofft indes auf die Staatsbürgschaft von 650 Millionen Euro und einen Kredit über 200 Millionen Euro: „Dann sind wir über den Berg“, unterstrich Sindel. Er erinnerte daran, dass die Beschäftigten bereits seit mehr als drei Jahren erhebliche finanzielle Beiträge zur Sanierung des Unternehmens geleistet hätten. „Die Erfolge zeigen sich bereits“. So schreibe Quelle im Kerngeschäft seit einem Jahr wieder schwarze Zahlen.

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