Kleinod am Schliersee: Kiosk mit angrenzendem Bootssteg sorgt für Urlaubsstimmung

Sie ist Kapitänin, Bootsverleiherin – und leidenschaftlich gerne Kioskbetreiberin: Jasmin Lauber (35) aus Schliersee. An einem sonnigen Tag im August erreicht die AZ sie an ihrem Kiosk, während sie gerade an der Theke arbeitet. Die ersten Gäste haben schon ihre Plätze in dem kleinen Biergarten belegt, gleich neben dem Steg mit dem Bootsverleih. Jasmin Lauber kümmert sich um jeden Einzelnen mit einem Lächeln.
Dabei hat die 35-Jährige alle Hände voll zu tun. Sie steuert nicht nur regelmäßig die "Schliersee III", sondern sorgt hier am Kiosk – gemeinsam mit ihrem Bruder – im Sommer für den laufenden Betrieb. "Bei uns war das schon immer ein Teil des Lebens", sagt die 35-Jährige. Schließlich seien sie und ihr Bruder in Schliersee aufgewachsen. "Mein Bruder hat Schreiner gelernt und ich Friseurin" – doch schnell seien sie beide eingestiegen in den Familienbetrieb. "Wir fahren auch das große Rundfahrtenschiff auf dem Schliersee", sagt sie und lacht. Dann widmet sie sich schnell wieder den Gästen.
"Palmenschirme" und Liegestühle sorgen für Urlaubsstimmung
"Seit 2012 steht der Lauber Beach so da, wie er ist", sagt die 35-Jährige, wenn man sie nach ihrem Kiosk fragt. "Gegründet hat das alles 1956 mein Opa mit der Schifffahrt", spannt sie zugleich den Bogen zur früheren Familiengeschichte. Auch der Bootsverleih sei schon immer im Familienbesitz gewesen. Später sei dann der Kiosk dazugekommen. Auf einer Wiese am Kiosk-Gelände – hier direkt am See, wenige Gehminuten vom Kurpark entfernt – hat sie orangefarbene Liegestühle aufgestellt. Wer mag, schlürft einen Cocktail an einem der Tischchen unter den "Palmenschirmen".
"Little Hawaii" am Schliersee
Die Kioskbetreiberin selbst spricht in diesem Zusammenhang liebevoll von ihrem "Little Hawaii" am Schliersee. Zu diesem Gefühl tragen auch die rosa Blüten des Oleanders bei, der den Eingangsbereich des aus Holz gebauten Kiosks Lauber Beach am See schmückt. Ob Radfahrer, Spaziergänger oder Eltern mit Kindern vom Spielplatz nebenan: Es ist ein Kommen und Gehen, und trotzdem ist alles ruhig und entspannt. Klar, die meisten Besucher, die hier am See verweilen, genießen ihre Freizeit. Es gebe aber auch Leute, die in den Liegestühlen "ihr Homeoffice" machen, sagt Jasmin Lauber.

Vom Flammkuchen bis zum "Schlierseer Saibling"
Den meisten Besuchern gemeinsam ist wohl: Sie haben Durst oder Hunger. An warmen Gerichten gibt es zum Beispiel Flammkuchen – entweder den "Mediterranen" mit Gemüse und Schafskäse oder einen Elsässer Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln (für jeweils 11,50 Euro). Ein "Schlierseer Saibling" mit Brot und Meerrettich kostet 10,50 Euro. Und wer ein Bier trinken mag, zahlt für die Halbe Tegernseer Hell vier Euro. Bei den selbstgemachten Saftschorlen (ein halber Liter für 4,50 Euro) kann man zwischen Maracuja, Holunder und Rhabarber wählen. Zudem gibt es eine große Auswahl an Cocktails (zum Preis von 8,50 Euro). Oder zum Beispiel eine täglich wechselnde Auswahl an Kuchen (das Stück je 4,50 Euro).
Boote zum Ausleihen neben dem Kiosk Lauber Beach
Und dann ist da natürlich noch der Blick auf den angrenzenden Holzsteg mit dem Bootsverleih. Wer ein Tretboot ausleihen will, muss 16 Euro pro Stunde berappen – und 18 Euro für eines mit Rutsche. Für ein Elektroboot bezahlt man 26 Euro in der Stunde. Oder man wählt ein einfaches Ruderboot (zum Preis von zehn Euro pro Stunde).

Kiosk bei schönem Wetter täglich geöffnet
Die Öffnungszeiten des Kiosk Lauber Beach (Perfallstraße 4b in Schliersee) hängen stark von der Witterung ab. Normalerweise habe man bei schönem Wetter täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, sagt Jasmin Lauber. In der Regel ist das bis Ende September so. Es komme aber auf Wetter und Auslastung an. Der Bootsverleih sei bei gutem Wetter von etwa 10.30 Uhr bis etwa 19 Uhr geöffnet, sagt sie. Doch dann wollen an ihrem Kiosk die nächsten Besucher etwas zum Mitnehmen bestellen – und sie ist wieder nur da für die Gäste.