Klamme Kassen: Steigen die Kita-Beiträge in Bayern? Das sagt die Sozialministerin

Der Freistaat schießt weiterhin viel Geld in die 11.000 bayerischen Kindertagesstätten. Dass Kommunen die Beiträge für Eltern erhöhen, ist für Sozialministerin Scharf kein Automatismus.
AZ/ dpa |
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Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf sieht keine Notwendigkeit für massive Beitragserhöhungen in Bayerns Kitas. (Archivbild)
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf sieht keine Notwendigkeit für massive Beitragserhöhungen in Bayerns Kitas. (Archivbild) © Felix Hörhager/dpa

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hält deutliche Beitragserhöhungen in Kindertagesstätten wegen klammer Kassen in den Kommunen nicht für notwendig. Die staatliche Förderung für Kitas bleibe hoch, etwa der Qualitätsbonus steige sogar deutlich. "Deshalb sage ich sehr deutlich: Massive Beitragserhöhungen sind nur schwer erklärbar", sagte Scharf in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe). 

Der Bedarf an Kita-Plätzen steige weiter, auch wenn in einigen ländlichen Regionen die Zahl der Kinder zurückgehe. Der Freistaat Bayern habe sich entschieden, direkte Zahlungen an Eltern – etwa Krippengeld oder Elternstartgeld – zu streichen und die Mittel stattdessen direkt in die Kitas zu investieren, um das System zu stabilisieren. 

"Wir betreuen aktuell rund 645.000 Kinder in Bayern – mit mehr als 129.000 Fach- und Ergänzungskräften in mittlerweile rund 11.000 Kitas. Diese Zahlen zeigen: Das System wächst weiterhin enorm", sagte Scharf. In München oder anderen Ballungsräumen blieben Plätze dauerhaft knapp. "In manchen ländlichen Regionen sehen wir dagegen schon heute sinkende Kinderzahlen. Darauf müssen wir reagieren und planen", betonte die Ministerin.

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2 Kommentare
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  • Lindemann am 15.05.2026 13:36 Uhr / Bewertung:

    Und in Berlin bleibts umsonst, dank dem Länderfinanzausgleich!

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  • Himbeergselchts am 15.05.2026 13:06 Uhr / Bewertung:

    Von sämtlichen Kitas in Deutschland erlaubt sich Bayern den geringsten Anteil an ungeschultem Personal. D.h in diesen Kitas sind keine Erzieherinnen beschäftigt bzw. nicht genügend. Söder sollte aufhören gegen den Länderfinanzausgleich zu wettern und Kitabesuche kostenfrei machen. In Berlin bezahlen Eltern nur Essensgeld.
    Ggf könnte das Kindergeld umgeleitet werden. Direkt in einen Fond aus dem alles was Betreuung und Bildung betrifft voll finanziert wird. Kita, von bastelmaterial bis Raumausstattungen, Schulen vom Buch, Stift, Heft bis Kind zur Klassenfahrt.
    So wäre das ganze Geld wenigstens sicher in die Kinder investiert.

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