Kirche setzt weiter auf Online-Formate

München (dpa/lby) - Die Kirche in Bayern will unabhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie weiter auf Online-Formate setzen. "Wir erreichen damit Menschen, die wir sonst wahrscheinlich nicht erreicht hätten", sagte Bernhard Kellner, Kommunikationschef des katholischen Erzbistums München und Freising, der Deutschen Presse-Agentur.
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Pfarrer Philipp Werner nimmt in seiner Pfarrkirche ein Video für YouTube auf. Foto: Britta Schultejans/dpa/Archivbild
dpa Pfarrer Philipp Werner nimmt in seiner Pfarrkirche ein Video für YouTube auf. Foto: Britta Schultejans/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die Kirche in Bayern will unabhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie weiter auf Online-Formate setzen. "Wir erreichen damit Menschen, die wir sonst wahrscheinlich nicht erreicht hätten", sagte Bernhard Kellner, Kommunikationschef des katholischen Erzbistums München und Freising, der Deutschen Presse-Agentur. "Das macht uns Hoffnung." Bis die Verbreitung des neuartigen Coronavirus' das kirchliche Leben in Deutschland vor allem durch das vorübergehende Verbot von Gottesdiensten mit Publikum durcheinanderwirbelte, habe die katholische Kirche in Sachen Digitalisierung großen Nachholbedarf gehabt. "Hier ist eine Art Quantensprung gelungen."

Seit dem Lockdown verfolgten seinen Angaben zufolge insgesamt 1,5 Millionen Nutzer die per Livestream ins Netz übertragenen Gottesdienste aus der Münchner Frauenkirche. "Im Schnitt haben wir etwa 7500 Zuschauer an einem Werktag und rund 13 000 an Sonn- und Feiertagen."

Andere Bistümer im Freistaat berichten von ähnlichen Erfahrungen, wenn auch wegen ihrer Größe in geringerem Ausmaß. Den Livestream der Osternacht aus der bischöflichen Hauskapelle in Augsburg verfolgten nach Bistumsangaben auf den unterschiedlichen Kanälen rund 10 000 Nutzer. Im Bistum Passau sind die Zugriffszahlen nach Angaben einer Sprecherin inzwischen wieder zurückgegangen, "stabilisierten sich jedoch auf deutlich höherem Niveau als vor der Krise".

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