Kindheitserinnerung lässt Klopp von Olympia träumen

Als Fünfjähriger schlief Jürgen Klopp mit seinem Vater im Auto, um Olympia 1972 in München zu erleben. Die Erinnerung bewegt ihn bis heute. Nun träumt er von einer Rückkehr der Spiele nach Bayern.
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Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp träumt von Olympischen Spielen in Deutschland.
Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp träumt von Olympischen Spielen in Deutschland. © Federico Gambarini/dpa
Baden-Baden/München

Eine Nacht im Auto, ein paar ergatterte Eintrittskarten und ein Erlebnis, das ihn sein ganzes Leben begleiten sollte: Wenn Jürgen Klopp an die Olympischen Spiele denkt, wird er emotional. 1972 reiste er als Fünfjähriger mit seinem Vater im Opel Caravan nach München. Mehr als ein halbes Jahrhundert später träumt der Fußball-Bundestrainer davon, dass eine neue Generation diese einzigartige Atmosphäre im eigenen Land erleben darf.

"Meine ganze sportliche Erinnerung beginnt eigentlich mit Olympischen Spielen", schwärmte Klopp in der ARD noch bevor feststand, dass Deutschland mit München ins Rennen für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 geht. "Wir haben das Auto im Parkhaus abgestellt, haben da auch geschlafen, haben irgendwo Tickets besorgt. Da war ich fünf." Sein größter Wunsch ist es, dieses Gefühl noch einmal zu erleben: "Es wird Zeit, dass wir die Spiele wieder nach Deutschland holen", sagte der 59-Jährige.

Olympia wie Fußball-WM 2006? "Haben uns so sehr gemocht"

Dass er bei einer möglichen Austragung 2044 selbst schon im Rentenalter wäre, schmälert seine Begeisterung nicht. "Da bin ich 77, und trotzdem will ich sie haben, die Olympischen Spiele", sagte Klopp. Er hoffe, dann noch kerngesund zu sein und mit großer Freude jungen Menschen zuzusehen, die auf der größten Sportbühne der Welt alles geben.

Vor allem aber träumt Klopp von jenem Gemeinschaftsgefühl, das Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erfasste. "Wir haben uns so sehr gemocht, wie möglicherweise davor nicht und dann auch nach einer Weile danach nicht mehr", sagte Klopp. 

Olympische Spiele könnten nach seiner Überzeugung eine ähnliche Begeisterung auslösen und Deutschland wieder näher zusammenbringen. Die Vorbereitung auf die größte Sportparty der Welt sei eine Gelegenheit, gemeinsam auf etwas hinzuarbeiten und der Welt die positiven Seiten des Landes zu präsentieren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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