Keine Besserung auf Wohnungsmarkt in Sicht: So will bayerischer Verband Abhilfe schaffen

Wohnungen sind vielerorts knapp in Bayern. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen hat Vorschläge dazu, wie man den Wohnungsbau wieder in Gang bringen kann.
AZ/dpa |
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In München und anderen Großstädten formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die unaufhaltsam steigenden Mieten. Eine Trendwende ist nach Einschätzung der sozial orientierten bayerischen Wohnungsunternehmen nicht in Sicht. (Symbolbild)
In München und anderen Großstädten formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die unaufhaltsam steigenden Mieten. Eine Trendwende ist nach Einschätzung der sozial orientierten bayerischen Wohnungsunternehmen nicht in Sicht. (Symbolbild) © Lennart Preiss/dpa

Ohne grundlegende politische Weichenstellungen wird die Misere auf dem Wohnungsmarkt nach Einschätzung der bayerischen Wohnungsunternehmen noch viele Jahre bestehen bleiben. Nach Schätzung des Verbands fehlen mittlerweile 200.000 Wohnungen im Freistaat. "Wir haben einen Markt, der nicht mehr funktioniert in vielen Regionen in Bayern", sagte Verbandschef Hans Maier bei der Jahrespressekonferenz. 

Im vergangenen Jahr war die Zahl der neu gebauten Wohnungen in Bayern um knapp 14 Prozent auf 47.359 gesunken. 2026 und 2027 sei keine Besserung in Sicht. Damit ausreichend gebaut wird, müssten alle drei Bereiche des Wohnungsbaus funktionieren, sagte Maier: geförderter und privater Bau von Mietwohnungen ebenso wie der Bau von Eigentumswohnungen. 

Im Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) sind vor allem sozial orientierte Genossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften Mitglied. 

Hohe Zuschüsse helfen nicht viel

Im geförderten Wohnungsbau sind die staatlichen Zuschüsse nach Maiers Worten so hoch wie nie zuvor, doch wegen hoher Baustandards und des Anstiegs der Baukosten ist der Effekt demnach begrenzt: "Wir haben so viel Mittel wie nie zuvor, und bauen dafür umso weniger Wohnungen." 

Und private Unternehmen und Investoren bauen nach Maiers Worten nicht, weil die Kosten zu hoch sind. "Wenn es nicht gelingt, privates Kapital für den Wohnungsbau zu aktivieren, dann werden wir in den nächsten Jahren eine weitere Verschärfung auf den Wohnungsmärkten erleben", prophezeite Maier.

"Wenn weniger Player am Markt sind und weniger Wohnungen gebaut werden, was passiert denn dann? Die Mieten werden nicht sinken, die werden ganz, ganz sicher steigen."

Die Wohnungsunternehmen fordern deswegen vor allem eine Herabsetzung der Baustandards und bürokratischen Vorgaben sowie Investitionsanreize für private Unternehmen, um den Wohnungsbau wieder in Gang zu bringen. "Wer das lösen will, muss mutig handeln", sagte Maier. "Da braucht es ein paar Weichenstellungen und die sehen wir momentan insbesondere auf Bundesebene nicht."

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