"Kein One-Hit-Wonder": Ansah mit nächstem 100-Meter-Rekord

Damit hatte Owen Ansah selbst nicht gerechnet: Der Sprinter hat zum Start in das EM-Jahr seinen deutschen Rekord über 100 Meter verbessert. Nach seinem ersten Rekordlauf 2024 bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig, als der Leichtathlet vom Hamburger SV als erster Deutscher unter 10 Sekunden blieb, jubelte der 25-Jährige in Regensburg über die Bestmarke von 9,98 Sekunden. Der zwei Jahre alte deutsche Rekord lag bei 9,99 Sekunden.
Rekordhalter selbst überrascht
"Wir trainieren für solche Zeiten und solche Rennen. Dass mir das jetzt im zweiten Saisonrennen gelungen ist, ist schon eine Überraschung für mich. Dass die Zeit jetzt schon da ist, darüber freue ich mich schon sehr", sagte der alte und neue Rekordhalter, der nach seinem Rennen die europäische Jahresbestenliste anführte.
Schon am Stadion-Mikrofon hatte sich Ansah am Samstag sehr glücklich präsentiert. "Ich wollte zeigen, dass ich kein One-Hit-Wonder bin", sagte der Rekordmann laut "Mittelbayerischer Zeitung".
Wolf weiter konstant unterwegs
Vor einer Woche war Ansah beim Wettkampf in Dresden nach einem Fehlstart noch disqualifiziert worden. "Ich wollte es schon in Dresden zeigen, aber da war ich ein bisschen zu schnell aus dem Startblock", sagte Ansah. Er widmete das Rekord-Rennen seinem Trainer Sebastian Beyer. "Er liegt zu Hause nach einer Schulteroperation."
Yannick Wolf (München) bestätigte beim Wettkampf in der Oberpfalz als Zweitplatzierter mit 10,14 Sekunden erneut die Norm für die Europameisterschaften in Birmingham vom 10. bis 16. August. Dritter in Regensburg wurde Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) in 10,17 Sekunden.
Der Auftritt in Regensburg unterstrich die gute Form der deutschen Sprinter. Am 3. Mai 2026 hatten Ansah, Ansah-Peprah, Kevin Kranz und Marvin Schulte bei den World Relays in Botswana den Staffelrekord auf 37,67 Sekunden verbessert. Die alte Marke von den Europameisterschaften in München war knapp vier Jahre alt und stand bei 37,97 Sekunden. Die Männer- und die Frauen-Staffel um Gina Lückenkemper gelten als Medaillenkandidaten für die diesjährigen Europameisterschaften.