Keime auf Frühchenstation: Zwölf Babys infiziert!

Der Gesundheitszustand eines Babys ist sehr ernst: Auf der Frühchenstation der Passauer Kinderklinik „Dritter Orden“ haben sich zwölf Babys mit dem ESBL-Keim infiziert.
| Ralph Hub
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Keim-Infektion auf der Frühchen-Station in Passau (Symbolbild)
dpa Keim-Infektion auf der Frühchen-Station in Passau (Symbolbild)

Der Gesundheitszustand eines Frühgeborenen ist sehr ernst: Auf der Frühchenstation der Passauer Kinderklinik „Dritter Orden“ haben sich zwölf Babys mit dem ESBL-Keim infiziert.

Passau -Alarm in der Kinderklinik von Passau: Bei einer Untersuchung ist ein gefährlicher Bakterienstamm entdeckt worden, der gegen viele Antibiotika resistent ist. Nach Angaben der Klinikleitung sind insgesamt zwölf Frühgeborene von der Infektion mit ESBL-Keimen betroffen, ein Frühchen ist schwer erkrankt.

Für die betroffenen Kinder ist in einem separaten Bereich der Klinik „Dritter Orden“ eine Ausweichstation eingerichtet worden. Eines der Babys hat es besonders schlimm erwischt. Sein Zustand sei ernst, sagen Ärzte. „Zu den bereits durch die Frühgeburt vorhandenen gravierenden Gesundheitsproblemen ist dann noch die ESBL-Infektion hinzu gekommen“, berichtet der kommissarische Ärztliche Direktor, Christian Schropp. Von den anderen elf infizierten Kindern weisen drei Frühgeborene Krankheitssymptome auf. Ihr Zustand gilt als stabil, sie werden mit bestimmten Antibiotika behandelt. Bei acht Babys wurden Keime entdeckt, sie sind nicht erkrankt.

Bis der Infektionsweg nicht bekannt ist, dürfen an der Passauer Klinik keine neuen Frühchen aufgenommen werden. „Die Infektion macht uns allen in der Klinik schwer zu schaffen und belastet uns sehr“, sagt Christian Schropp. „Wir tun alles, um unseren kleinen Patienten zu helfen und sind auch mit den Eltern im Gespräch.“ Die Kinder werden von einem speziellen Team betreut, das sich ausschließlich um diese Frühgeborenen kümmert. Die Mitarbeiter kommen nicht mit anderen Patienten in Kontakt.

Mögliche Übertragungswege durch Patienten, Eltern oder Mitarbeiter sind damit so gut wie ausgeschlossen.

ESBL-Keime sind weit verbreitete Bakterien. Viele Menschen tragen sie in sich, ohne es zu wissen oder jemals krank zu werden. Der Keim nistet sich in der Schleimhaut ein. Gefährlich ist er vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

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