Kaum Blitze im Juli: Süddeutschland am stärksten betroffen

Im Juli hat es deutlich weniger geblitzt als üblich: In Deutschland gab es in dem Monat 394 668 Entladungen - so wenige wie noch nie seit Start des Messsystems "Linet" im Jahr 2006. "Der Unterschied zum Juli des vergangenen Jahres ist groß, 2019 wurden mit knapp 1,3 Millionen Blitzen mehr als dreimal so viele Blitze registriert", erklärte Richard Fellner vom Münchner Unternehmen Nowcast, das mit dem Messsystem unter anderem für den Deutschen Wetterdienst Blitze ortet.
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Ein Blitz schlägt in der Ferne ein. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
dpa Ein Blitz schlägt in der Ferne ein. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

München - Im Juli hat es deutlich weniger geblitzt als üblich: In Deutschland gab es in dem Monat 394 668 Entladungen - so wenige wie noch nie seit Start des Messsystems "Linet" im Jahr 2006. "Der Unterschied zum Juli des vergangenen Jahres ist groß, 2019 wurden mit knapp 1,3 Millionen Blitzen mehr als dreimal so viele Blitze registriert", erklärte Richard Fellner vom Münchner Unternehmen Nowcast, das mit dem Messsystem unter anderem für den Deutschen Wetterdienst Blitze ortet.

Am stärksten betroffen war den Angaben nach Bayern mit 278 031 Blitzen im Juli, gefolgt von Baden-Württemberg mit 41 404 Entladungen. "Die Kreise mit den meisten Blitzen in diesem Juli waren Straubing-Bogen, Biberach und Neumarkt in der Oberpfalz", analysierte Fellner. Überraschenderweise gar keine Blitze wurden demnach in der Zeit im Saarland erfasst, gerade einmal 20 in Hamburg.

Der Norden und die Mitte des Landes blieben weitgehend verschont, weil es dort kaum regnete und weitgehend trocken war. Gewitter benötigen aber Hitze und Feuchtigkeit. "Somit ist es wenig verwunderlich, dass der Großteil aller Blitzentladungen zwischen Schwäbischer Alb und Bodenseeregion bis zum Alpenrand und Bayerischen Wald registriert wurden", hieß es weiter. In diesen Regionen seien die Gewitter durchaus heftig ausgefallen mit Überschwemmungen, Sturmschäden und Hagel.

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