Kardinal Marx: Viele Jugendliche haben Angst

Die Weltlage und der Fragebogen zum Wehrdienst verunsichern nach Einschätzung der katholischen Kirche viele Jugendliche. Wie man helfen will.
dpa |
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Jugendliche, die 18 Jahre alt werden, bekommen Post von der Bundeswehr. (Symbolbild)
Jugendliche, die 18 Jahre alt werden, bekommen Post von der Bundeswehr. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa
Bamberg

Nach Ansicht der katholischen Kirche sind viele junge Menschen in Bayern aktuell besorgt - wegen der Kriege in der Welt und wegen der Diskussion um den Wehrdienst in Deutschland. Es sei wichtig zu fragen, wie es jungen Menschen gehe angesichts der Weltlage, wenn sie den Fragebogen bekommen, sagte der Münchner Kardinal Reinhard Marx zum Abschluss des Treffens der Freisinger Bischofskonferenz in Bamberg.

Man beobachte, dass viele Jugendliche Angst hätten. Die Kirche sehe es als ihre Aufgabe an, diesen jungen Menschen mit Seelsorge zur Seite zu stehen. 

Wehrdienst-Gesetz gilt seit 1. Januar

Auf Ebene der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit werde derzeit überlegt, welche Rolle die katholische Jugendarbeit bei der Beratung junger Menschen in Fragen des Wehrdienstes gegebenenfalls übernehmen könne, hieß es in der Abschlusserklärung der Konferenz.

Zur Freisinger Bischofskonferenz gehören die Chefs der bayerischen Diözesen sowie aus historischen Gründen der Bischof von Speyer. Das Gremium tagt im Herbst traditionell in Freising oder München, im Frühjahr wechseln die Tagungsorte. 

Seit dem 1. Januar gilt das Gesetz für den neuen Wehrdienst. Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten einen Fragebogen, mit dem ihre Eignung und ihre Motivation für die Bundeswehr erhoben wird. Männer müssen diesen verpflichtend ausfüllen. Sollte es der Bundeswehr mit Hilfe des Fragebogens nicht gelingen, genügend Freiwillige zu gewinnen, ist die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht möglich.

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