Kaniber zu Spargelernte: "Wer kann, soll anpacken"

Gachenbach (dpa/lby) - Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat zum Auftakt der Spargelsaison in der Corona-Krise zur Solidarität mit den Landwirten aufgerufen. Gerade jetzt sei es wichtig, heimische Produkte zu kaufen und so die Bauern zu unterstützen, sagte sie am Mittwoch bei einem Besuch auf einem Hof in Gachenbach im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.
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Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (r, CSU) besucht einen Spargelbauern in Schrobenhausen. Foto: Peter Kneffel/dpa
dpa Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (r, CSU) besucht einen Spargelbauern in Schrobenhausen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Gachenbach (dpa/lby) - Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat zum Auftakt der Spargelsaison in der Corona-Krise zur Solidarität mit den Landwirten aufgerufen. Gerade jetzt sei es wichtig, heimische Produkte zu kaufen und so die Bauern zu unterstützen, sagte sie am Mittwoch bei einem Besuch auf einem Hof in Gachenbach im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Zugleich brauchten die Landwirte Hilfe auf den Feldern. Saisonkräfte aus Osteuropa fehlten. Kaniber rief Studenten, Kurzbeiter und Rentner auf, einzuspringen, um Ernteausfälle zu verhindern. "Wer kann, soll mit anpacken", sagte Kaniber.

Schon jetzt sei die Hilfsbereitschaft groß. Mindestens 50 000 Menschen hätten sich über die Stellenbörse "Das Land hilft" eingetragen. Einheimische Helfer könnten die fehlenden Saisonarbeitskräfte zumindest zum Teil ersetzen.

Kaniber begrüßte die bundesweite Regelung zur Einreise einer begrenzten Zahl ausländischer Saisonarbeitern. Demnach dürfen zum Ernten und für andere dringende Feldarbeiten im April und Mai je 40 000 Menschen nach Deutschland kommen. Ob das reicht, ist offen. Rund 40 000 dieser Helfer werden laut Kaniber alljährlich über die gesamte Anbauperiode bis in den Herbst allein in Bayern gebraucht.

Das Anbaugebiet Schrobenhausen zählt mit rund 70 Spargelbauern und mehr 600 Hektar Fläche zu den größten bundesweit. Vielfach habe mangels Helfern nur ein Teil der Fläche bestellt werden können, hieß es bei den Bauern. Das könnte sich auch im Preis niederschlagen.

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