Kaiserschnitt und Co.: Ärzte in Bayern operieren immer mehr

Wer sich am meisten unters Messer legt und warum nicht jeder Eingriff nötig ist.
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Die Eingriffe nehmen zu.
dpa Die Eingriffe nehmen zu.

Bayern - Ob Kaiserschnitt oder eine Leisten-OP: Laut einer Auswertung von Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse greifen Ärzte in Bayern immer öfter zum Skalpell. So stieg die Zahl von Eingriffen in Krankenhäusern zwischen 2006 und 2016 um zwölf Prozent. Damit liegt Bayern im bundesweiten Plus, das ebenfalls zwölf Prozent beträgt.

Am häufigsten wurden stationäre Operationen am Bewegungsapparat durchgeführt, gefolgt von solchen am Verdauungstrakt. Dahinter liegen Eingriffe durch Verletzungen und Vergiftungen, auf Rang vier folgen dann OPs aufgrund einer Krebserkrankung.

Generation 60 plus bei 160 OPs je 1.000 Versicherten

Die Wahrscheinlichkeit einer stationären OP steigt mit zunehmendem Alter. Wurden im vergangenen Jahr bei den bis zu 30-Jährigen bundesweit lediglich rund drei Prozent der Versicherten operiert, lag die OP-Quote bei der Generation 60 plus mit 160 je 1.000 Versicherten rund fünf Mal so hoch. Mehr Frauen als Männer unterzogen sich einem stationären Eingriff.

"Doch nicht immer steht zweifelsfrei fest, dass eine OP die einzig mögliche Behandlungsalternative darstellt", heißt es bei der KKH. Die Kränkenkasse rät Versicherten, sich vor einer OP eine qualifizierte Zweitmeinung einzuholen.

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